Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-524503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-530058
ist er (lagegen als Maler, in welcher Eigenschaft er indess seine 
frühere landschaftliche Richtung in goldiger Schönheit. fortsetzte und 
wenigstens in dem wBrautztig im Waldes f) eine wahre Perle ge- 
schaffen hat. 
In Berlin war iihnlich wie in Düsseldorf schon die Historien- 
malerei genreartig. Es sind deshalb auch Künstler, welche sich je nach 
Gelegenheit oder Laune bald auf dem einen bald auf dem anderen 
Gebiete bethätigten, wie Aug. Hopfgarten oder E. Däge, keine Seltenheit. 
Den ausschliesslichen Genremeistern ersten Ranges aber ist, wenn man 
von einigen Angehörigen der Düsseldorfer Schule, welche später nach 
Berlin übergesietlelt sind und schon in dem Düsseldorfer Abschnitte 
betrachtet werden mussten, absieht, nur ein einziger beizuzählen, 
nemlich Ed. Meyer-heim, geb. zu Danzig 1808. In seinen Stoffen 
vielfach Waldniüllei" ähnlich, vorwiegend Dorfgeschichten und am 
liebsten Kinderscenen malend, lässt er jedoch die Wärme und Geniali- 
tät Waldmüllefs vermissen und seine an Meissonnier gemahnende 
fleissige Sorgfalt macht nicht selten einen lediglich äusserlichen 
und virtuosenhaften Eindruck. Sein-jüngerer Bruder und Schüler 
W. A. Meyerheivn erreichte ihn nur in technischem Sinne. Dafür 
haben sich Eduards Söhne Franz und Paul zu höchst achtbaren 
Meistern herangebildet; müssen aber als dem neuen Geiste huldigend 
einer späteren Betrachtung vorbehalten bleiben. 
Unter den älteren Genremalern darf Const. Schröter, geb. 1795 
zu Skeuditz, "t 1835 zu Berlin, der übrigens auch für Hebung der 
Landschaftsmalerei erfolgreich thatig gewesen, genannt werden, dessen 
wGeigenlehrerc, sSermona, xRuhende Wanderjudenfamiliea und 
vGflStStübea vor Meyerheinfs epochemachendem Auftreten als emi- 
nente Leistungen galten und als recht tüchtig noch immer betrachtet 
werden können, wenn man das Anlehnen an Mieris oder Dow für 
epspriGSSliCh erachten will; unter den jüngeren Meistern aber, welche 
aus alter Schule (Wach) kommend die Tradition derselben mit den 
neuesten Anschauungen zu verknüpfen streben, muss der Schlesier 
F. Ooizst. Cretius, geb. 1814, hervorgehoben werden, der bei grosser 
Vielseitigkeit hauptsächjiclj den; hisgorischendGenrgtdeng Hajilptfellltlße 
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S? italihnische, griechische, türkische Stoffe aus dem Leben und 
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