Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-524503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-530018
Mi 
nhul 
Das 
elegante 
Genre. 
Das 
Thiergenre. 
489 
zum ländlichen Genre überging. xDlG Gratulantena und xder erste 
Schneekß) zeigen ihn Rhomberg an Empfindung überlegen, doch 
leider hinderten ihn Leiden der schwersten Art an umfassenderer 
Bethätigung seiner Kunst, welche er schon 1864 gänzlich abzu- 
schliessen gezwungen war. 
Zwei Künstler endlich vertreten schon frühzeitig das Gebiet, 
welches die hervorragendste Folie der Genremalerei neuester Zeit 
werden sollte, nemlich das elegante Genre. Jos. Geycr aus Augs- 
burg, geb. 1807, bewegt sich mit besonderer Vorliebe im vergangenen 
Jahrhunderts-tat), um seiner Liebhaberei für Costüme, welcher er sonst 
nur in Maskeraden u. dgl. gerecht werden konnte, genügen zu können. 
Dabei fällt Aussen- wie Innenarchitektur, mit Verständniss wieder- 
gegeben, schwer in's Gewicht. Bedeutender sind jedoch die Schöpfun- 
gen Gisb. Flüggevfs, geb. zu Cöln 1811, 1- zu München 18601 
Zumeist in Antichanibrescenen, Gerichtsdarstellungen, T estaments- 
executionen u. dgl. bestehend, in welchen tiefer Ausdruck und 
mannigfache Empfindung mit der technischen Ausführung auf gleicher 
Höhe steht. Enhuber und Flüggen können aber als Vorläufer 
Artk. v. Rambergäs, geb. 1815 zu Wien, 1' 1875 zu München, gelten, 
welcher einen seltenen Formen- und Schönheitssinn, gewisser- 
massen das Erbe dieser Periode, mit der vollendeten Technik der 
neuesten Zeit zu paaren vermochte, weshalb er auch als einer der 
geschmackvollsteu und gediegensten Genremaler aller Zeiten der 
folgenden Periode zugezühlt werden muss. 
Auch drei Münchner Meister des 'l'hiergenre's stellen sich an 
die Schwelle der beiden Perioden: Seb. Habenschadeoz, geb. zu Mün- 
chen 1813, 1- daselbst 1855, Bob. Eberle, geb. 1815 zu Mers- 
burg am Bodensee, 1- 1862 zu Eberfing bei München, und Joh- 
Fricd. Voltz, geb. 1817 zu Nördlingen. Weiss R. Eberle die Affekte 
der 'l'hierseele, besonders in Schafen bei Gewitter, am Wasser und 
in mannigfachen wirklichen oder eingebildeten Gefahren meisterlich 
mit gediegener 'l'echnik zu verbinden, so ist Voltz's Verdienst mehr 
im idyllischen Naturleben zu suchen, wobei die vortreffliche Land- 
x T      
) ln der h. Pmakothek zu Munchen Nr. 390. Seln Nachlass  B  
Prof. Dr. J. Bischoff in München. 1m esltz des 
5„        
) Sem axzthches COIICIIIUD] aus der Peruckenzelt (N. Blümchen  P-  
Nr. 146) reicht nahezu an Hasenclever's Jobsiade. el makothek
        

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