Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-524503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-529848
Achtes 
Oapitel. 
Bildniss 
und 
Genre 
vvenn nicht die Entwicklung der Düsseldorfer Blalerschule tl1eil- 
Weise hindernd im Wege stände, würde man die ganze in Rede 
stehende Periode seit dem Auftreten des Gornelius in Deutschland 
die ideal-monumentale nennen können, so sehr präponderirt auf allen 
Gebieten der Kunst und insbesondere in der Malerei diese Richtung. 
Formgebung und Empfindung erscheinen als die beiden Meten, um 
welche die ganze Thätigkeit kreist, wobei jdie erstere überwiegend 
classisch, die letztere zumeist romantisch sich darstellt. Ich nannte 
sie die Meten der Bewegung, denn Mittelpunkte können sie jetzt 
nur mehr genannt werden, wenn man sie mit zwei sich naheliegen- 
den Bewegungscentren einer Wassertliiche vergleichen will, auf welcher 
die Wellenkreise in ihrer allniäligen Erweiterung nicht blos sich 
berühren, sondern in einander greifen. Beide zwängen die Kunst 
in typische Geleise, so dass selbst die Charakteristik der Individuen, 
wo eine solche angestrebt und erreicht wird, über eine geWiSSe 
typische Allgemeinheit, die wir Schul-Ideal nennen dürfen, nicht 
hinauskömmt. Die individuelle Besonderheit und Einzelwahrheit ist 
in den Hintergrund gedrängt und erscheint nach den Grundsätzen 
der Classicisten und der Romantiker, wie nach der AnSehatlung 
derjenigen Meister, welche durch die Verbindung beider Richtungen 
den deutschen Monumentalstyl geschaffen haben, der näheren Culti-
        

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