Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-524503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-529649
gesang der Fall, nemlich mit der Composition der Orpheussaget) 
für den Vorhang des Neuen Wiener Opernhauses. Aber er nahm 
den Trost mit in's Grab, der nur wenigen seiner grossen Zeitge- 
nossen beschieden war, seine Richtung nicht mit seinem Leben ab- 
zuschliessen; denn er durfte sich rühmen, der monumentalen Malerei 
Wiens wohl für längere Zeit die Bahn gewiesen und eine Schaar 
von tüchtigen Talenten herangezogen zu haben, welche seinen Spuren 
folgten. 
Unter diesen stehen obenan Ed. Bitterlicle, geb. 1840 zu 
Wien, leider in noch jungen Jahren (1872) verstorben, und nicht 
blos als die hervorragendste ausführende Hand RahPs, sondern auch 
durch eigene Compositionen w) rühmlich bekannt, und der Oldenburger 
Chr. Griepezzkerl, der sich in_ den Palästen Sina, Ephrussi, Klein 
und Erzh. Leopold zu Wien zu dem grossen Auftrage der Ausmalung 
seines heimatlichen Museums vorbereitete. Auf ähnlicher Stufe steht 
A. Eisenmeazyer, seit einigen Jahren als Professor an der Akademie 
thätig. An Rahl hatte sich auch, wie der schon oben erwähnte 
E. Enyertlz, C. Laufberger, geb. 1829 zu liiariaschein in Böhmen, 
früher Genremaler, angeschlossen und namentlich in dem Vorhang 
für die komische Oper des Wiener Opernhausesiiff) ganz hervor- 
ragendes geleistet. An sie reihen sich unter Piahlis jüngeren Nach- 
folgern die beiden Ungarn Mor. Than und C. Lotz, welche im Re- 
doutensaal wie im Museum (Treppenhaus) zu Pest ein schönes Feld 
für ihre gemeinsame Thätigkeit gefunden haben. Neben G. Gaul 
und Gg. Mayer verdient dann endlich noch der fruchtbare A. Romako, 
geb. 1832, Erwähnung, obwohl er seit mehren Jahren nach Rom 
übergesiedelt die Historienmalerei wieder verlassen hat. 
Es steht zu erwarten, dass der in Wien wie nie vorher gebotenen 
Gelegenheit und dem durch eine Reihe vortreftlicher Architekten 
genährten monumentalen Sinne auch in der nächsten Zukunft die 
malerischen Talente nicht fehlen werden, um dem künstlerischen 
Aufschwunge der Kaiserstadt auch nach dieser Seite noch länger 
entsprechen zu können.  
 
4') Ausgeführt von Bitterlich und Griepenkerl, gest. v. Bültemeyer. 
Sirenen daraus gest. v. Clauss.  
H) 1m Palais Epstein, im Grand Hotel zu Wien und in der Villa 
Erzherzog?) Johann am Traunsee. 
h") G953 v. Büliemeyer. Sonnenleitner. Dnhy und Eissenhardt. 
Die 
des
        

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