Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-524503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-529631
zunächst für den Faqaden- und V estibuleschmuck der griechischen 
Kirche am alten Fleischmarkt zu Wien gewann f). Bedeutender war 
das zweite von jenem feinsinnigen Mäcen bestellte Werk, die Compo- 
sition" zu dem friesartigen Freskenschmuck in den Arkaden der 
von Hansen gebauten Universität in Athen, in den ZWEi Flügeln den 
Enturicklungsgang der griechischen Cultur, im Mittelbau den König 
von den allegorischen Figuren der Verschiedenen. Wissenschaften 
umgeben darstellendwk). Hier fand der Meister Gelegenheit, seiner 
Vorliebe für classische Darstellungen, welche er in seiner Jugend 
stets zurückgedrängt gesehen hatte, genug zu thun und durch die 
Begeisterung des Schöpfers gestaltete sich das herrliche Werk dem 
berühmten Hemicycle von P. Delaroche Wenigstens im Entwurfe 
durchaus ehenlaürtig. Leider kamen die Entwürfe eines anderen 
Werkes, der Ausschmückung des Festsaales im grossherzoglichen 
Schlosse zu Oldenburg, wo die Venus anadyomene in reicher Um- 
gebung auf der Decke, und der Triumph der Liebe von Chronos 
und Rhea bis zu Cleopatra und Lesbia herab in einem figurenreichen 
Friesreigen an den Wänden dargestellt werden sollte, nicht zur Aus- 
führung. Dafür erhielt das Palais Sina zu Wien in vier grösseren 
Bildernitff) herrlichen Schmuck; nicht minder das Palais Todesco 
durch die Darstellung der Parismythe, deren Ausführung jedoch der 
llleistei" nicht mehr erlebte, so wenig wie die Vollendung seines 
Argonautencyclus. 
Die urwüchsige Fülle und Kraft des Künstlers, seine rastlos 
lebendige Phantasie und Productivitäit, die Fähigkeit seine Gestalten 
in einfach klarer Charakteristik, doch in warme strahlende Färbung 
getaucht, anscheinend inühlos herauszuschälen, hatten trotz seines 
völlig gebleichtem Haares noch nichts verloren, als der Tod an des 
Meisters Thüre pochte. 1865. Spät zu Anerkennung und monu- 
mentaler Bethätigung gelangt, sah er beim Scheiden den grössten 
Theil seiner Werke noch Lmausgeführt, viele selbst im Entwurf noch 
unvollendet. Dasselbe war auch mit seinem künstlerischen Schwanen- 
 
e") Die Faßadenfßilder (auf Kupfertafeln) sind von mm selbst, die Fresken 
des Vvesiibuls Von Elsenmenäef, Griepexmkerl und Bitterlich zum Theil nach R.1 1'. 
Entwürfen ausgeführt. a1 a 
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) Im Auftrag de: osterr. kunstverems 1 5 Blrtt Y 
 Raub des goldenen Vliesses, Befreiung der ihfägaxrftfäg äntfcllqlr. Mayer. 
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Helena, Opferung der Iphigema. u Inne der
        

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