Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-524503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-529588
Fresken der Johannes- und Altlerchenfelderkirche bethiitigte. Unent- 
schieden in Bezug auf sein Stoffgebiet, wie er je nach Gelegenheit 
war, war er auch wandelbar hinsichtlich seiner technischen Richtung, 
so dass z. B. das Bild vLudwig der Bayer eröffnet Friedrich dem 
Schönen seine Freilassungwt) an die Lessingsche Schule gemahnt. 
während er später in den Compositionen zu den aZGhII Geboten 
Gotteswkt) und zu dem wchristlichen Glaubensbekenntnisseeirrt) wieder 
seine alte cornelianische Schule verkehrte. 
Mit mehr Stetigkeit hat sich E. Engert, geb. 1818 zu Pless in 
Preussisch-Schlesien, noch während er mit den Genossen Führiclfs 
in der Altlerchenfelderkirche malte, der coloristischen Richtung zuge- 
wandt, von Welcher schon seine wGefangennahme der Kinder Man- 
fred's(( 1') Zeugniss ablegt. Es gelang ihm auch das Gezwungene 
der Composition, wie_ es dort noch entgegentritt, in seinen profan- 
historischen Werken, mit denen der seit 1.865 an der Wiener Aka- 
demie als Professor wirkende Künstler die Burg zu Ofen-H), die 
Apartements des Kaisers in der Hofburg zu Wien und das neue 
Opernhaus am RingJrTJr) zu schmücken beauftragt wurde, ganz ab- 
zustreifen und sich namentlich mit den letzteren als eine der her- 
vorragendsten Kräfte in die Reihe der Genossen Rahl's zu stellen. 
Auch in dem grossen, die Krönung des Kaisers Franz Joseph I. als 
König von Ungarn darstellenden Ceremoniebild hat der Meister 
geleistet, was in einem solchen überhaupt zu leisten war. 
Der übrigen Theilnehmer an den Malereien der Altlerchenfelder- 
kirche wie des J. Schönmann, geb. 1799 zu Wien, und des J. Binder, 
geb. zu Wien 1805, der bereits als Gehilfe H. Hess" in der Aller- 
heiligenkirche genannt wurde, kann hier nur dem Namen nach 
gedacht werden, ebenso eines U. Maya-r, geb. 1810 zu Wien und 
des wackeren U. Blaas, geb. zu Nanders in Tirol 1815., welche beide 
 (l85l.) Belvedere-Gallerie in Wien. 
H) 12 Handzeichnungen in der Sammlung der Akademie zu Wien, P1101 
Albert. München 1867. 
h") (1871.) 12 Blätter mit bilderreicher architektonischer Umralnnmlng 
S. Koch und F. Andres. 
1') Belvedere-(iallerie zu Wien. 
T?) (1865,) Schlacht bei Zentha, Wandgemälde im Vorsaal der Burg zu 
TTT) Figards Hochzeit und Orpheussage. 
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Ofen.
        

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