Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-524503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-529579
er eine Reihe von cyklischen Compositionen schuf, deren herrliche 
Stiftzeichntlngen in meist xylographischer Publikation die weiteste 
Verbreitung gefunden haben. S0 sEr ist auferstandenat), der bethle- 
hexhitischg Wegrr), die Randzeichnungen zu Thomas v. Kempis' Nach- 
folge Christittt), und  wohl das Gelungenste von allen  wder 
Verlorne SOhnx  welchen der greise Jubilar neuestens noch die 
Illustrationen zum Psalter-H) und die Zeichnungen wAus dem Le- 
bene-t-f-f) hinzufügte.  
Führich hatte bei dem Antritte seiner Professur in Wien an 
der Akademie den Overbeckianer Leop. Kupelzvieser, geb. 1796 ZU 
Piesting in Niederösterreich, "i" 1862, bereits im Amte (seit 1837 
Professor) gefunden und sich mit ihm eng verbündet. Schon 18?5 
aus Rom zurückgekehrt, noch ehe Führich dahin abgegangen, hatte 
er durch seine Altarbilderiit) bald grosses Ansehen erlangt, das er, 
wie das Gemälde ßMOSGS betet um den Sieg über die Amalekiterxtt-i) 
lehrt, durch seine energische Weise auch verdiente. Doch erhielt 
die religiöse Malerei in Wien erst mit Führich's Auftreten monumen- 
tale Nahrung und dadurch epochemachende Bedeutung. Kupelwieser 
ordnete sich dem jüngeren Genossen gerne unter und betheiligte sich, 
nachdem er die Fresken in der Hauptchor-Nische der Johanniskirche 
zu Wien gemalt, auch an der Ausmalung der Altlerchenfelderkirche. 
Zahlreiche Kirchen Wiens und der Donaulande bis Pesth besitzen 
schätzbare Werke seines Pinsels. Neben ihn stellte sich der schon 
erwähnte Leop. Schulz, geb. 1804 in Wien, welcher erst, nachdem 
er einige Zeit in München gewirkt und namentlich in der Residenz 
Verschiedenes gemalt hatte, nach Wien übergesiedelt war und sich 
nun zumeist in religiösen Darstellungen wie namentlich in den 
i") 15 Zeichnungen in Holz geschnitten von Gaber u. K. Oertel. Leipzig, 
Dürr 1868. 
i") 9 Zeichnungen, in demselben Jahre und Verlag erschienen. 
'11) Die illustrirte Ausgabe des Buches in demselben Verlag 1871 erschienen, 
1') 8 Blätter im Besitz der Handzeichnungssammlung der Akademie zu Wien, 
gest. v. Petrak 1872 (Gesellschaft für vervielfältigende Kunst). 
H) Der Psalter(Alli0li's Uebersetzung) mit Zeichnungen von Führich, in HQlz 
geschnitten v. Oertel. Leipzig, Dürr 1875. 
TTT) (1874,) Die Publication bei A. Dürr in Vorbereitung, 
ü) (1833,) Geburt Mariä, Hauptbild der Stiftskirche zu Klosterneuburg, 
 Belvedere-Gallerie zu Wien.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.