Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-524503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-525371
Zweites 
Oapitel. 
Nacht. 
Kunstzustände 
vom Anfang des 
bis um 1770. 
Jahrhunderts 
Das 18. Jahrhundert pflanzte schon in seinem Beginn auf 
den Verfall, wie es denselben vom vorausgegangenen Saeculum 
herübergeerbt hatte, noch die Verwilderung eines langwierigen, über 
ganz Mitteleuropa ausgebreiteten Krieges, des spanischen Erbfolge- 
krieges. Namentlich das Herz Europas, Deutschland, welches sich 
eben erst von den langwierigen Naclnvehen des dreissigjährigen 
Krieges, in dessen Periode es von Frankreich in jeder Beziehung 
überflügelt worden war, erholt hatte, war dadurch und vorab in 
seiner grösseren Südhälfte für den Wettstreit um die erste Cultur- 
stelle neuerdings kampfuntüchtig geworden. Die geistige Suprematie, 
Welche dagegen Frankreich damals über Europa gewonnen, war selbst 
durch die Unglücksfälle dieses Krieges nur vorübergehend erschüttert 
worden, seit dem für Ludwig XIV. unerwartet glücklichen Ende des- 
Selben aber sogar noch erstarkt. Eine Reihe von Jahren ist daher 
auch nur mehr wenig von direkten italienischen Einflüssen zu ver- 
spüren, alles leitet sich durch die französischen Kanäle, die damals 
trüber als je zu spenden begannen. 
Das Sinken Italiens in politischer und socialer Beziehung, die 
EPSChlaffung aller materiellen und geistigen Kräfte hatte so rapide 
Fortschritte gemacht, dass davon auch der Spiegel alles Culturlebens,
        

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