Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-524503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-529324
damals u. A. die Tuschzeichnung wHagen den Nibelungenschatz in 
den Rhein versenkenghßk) und vdie nachtwandelnrle Lady Macbetha M). 
Erst im März 1856 sandte er die Deckfarben-Aquarellefür) an den 
König, welcher darüber wie auch ein Theil des Publikums böchlich 
befriedigt schien. Ob es aber ein grosses Unglück war, dass die 
Ausführung unterblieb, ist trotz grosser compositioneller wie Detail- 
schönheiten schwer zu sagen; jedenfalls sind die Bedenken gegründet, 
die dem Gegenstande gegenüber selbst von den entschiedensten Ver- 
ehrern des Meisters geäussert worden sind; ja es dürfte sogar be- 
zweifelt werden, 0b der Meister xdaraus gemacht hat, was zu machen 
Ware. Indess hatte die Freude des Königs über das Werk wenigstens 
die Folge, dass die Sistirung der Arbeiten für den Friedhof wieder 
aufgehoben wurde, zwar zu spät für die Intentionen des Königs, 
da (lessen Krankheit sich bald so hoffnungslos gestaltet hatte, dass 
die Regentschaft des Prinzen von Preussen angeordnet werden musste, 
doch nicht ohne dem Künstler noch einige Jahre Wenigstens die 
Hoffnung auf die Ausführung zu gewähren. Ja der Prinzregent 
hatte den Meister sogar noch an die Spitze der Akademie berufen 
und sich für die Camposantoarbeiten so lebhaft interessirt, dass die 
Wiederaufnahme des Baues und der Beginn der Malereien in dem- 
selben unter provisorischen Schutzmitteln zweifellos erschienen. Doch 
die politischen Bewegungen Europas seit der Einigung Italiens hatten 
bis zu Cornelius verzögerter Rückkehr des Regenten Aufmerksam- 
keit ganz auf die politisch-kriegerischen Angelegenheiten Preussens 
und Deutschlands concentrirt. Ueberdiess war mit dem Rücktritt 
Bethrnann-Hollwegfs, welcher als Cultusminister wahrhaft freund- 
schaftlich des Meisters Interessen vertreten hatte, der einflussreichste 
Vermittler ausgeschieden. Als Cornelius 1862 in Berlin ankam, 
stand es bereits fest, dass an die Ausführung des Werkes und die 
Erfüllung der Zusagen des abgetretenen Ministers vorerst nicht ge- 
dacht werden könne, und das Publikum, das die ein Jahr vorher 
k) Für das Hheinlandalbum. Geschenk für den Prinzen von Preussen, jetzigen 
deutschen Kaiser anlässlich der silbernen Hochzeitfeier, z. Z. im Schloss (loblenz, 
in Oelfarbe lasirt 1859 für Consul Wagener (Nationalgallerie in Berlin Nr. 38). 
 Von dem vormaligen Besitzer F. Bruckmann in München an das grossh- 
Museum zu Weimar geschenkt, gest. v. Burger.  
k") 5' 5" hoch, 4' 8" breit. harrt seiner Aufstellung in der Natl0llällgalleyig_
        

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