Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-524503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-529218
dieses technische Gebrechen erreichte er aber auch hier nicht, was 
er offenbar durch den Beifall, welchen die Düsseldorfer Beschickungen 
der Berliner Kunstausstellungen hervorriefen, gereizt, anstrebte. Das- 
selbe Gebrechen liess ihm ebenso im Bildniss nicht die Superioritäit 
über Wach gewinnen, die er sonst durch grössere Naturwahrheit 
und Unmittelbarkeit, wie auch durch grosse Virtuosität im a la 
prima-Malen (das Porträt Thorwaldsenst) soll an einem Tage fertig 
hergestellt worden sein) beanspruchen konnte. 
Ist G. Begas durch seinen viermaligen entschiedenen Richtungs- 
weehsel eine charakteristische kunstgeschiehtliche Erscheinung, so 
bleibt W Hensel, geb. 1794 zu Trebbin 1' 1861 in Berlin, stets in 
ungewisser Schwebe zwischen seinen Vorbildern, wie zwischen der 
alten Schule und der neueren Richtung. Wie er in seiner Jugend 
zwischen dem Berufe eines Bergmannes, dann in der Kunst zwischen 
Dichter und Maler geschwankt hatte, so konnte er auch, nachdem 
er wie Wach 1813-1815 als Offizier gedient, sich nicht zu irgend 
einer Schule entschliessen, sondern ging seinen eigenen Weg oder 
vielmehr einen Schlangenweg zwischen verschiedenen Richtungen. 
Nachdem er mit Kolbe, Dähling, Klöber, Völeker, Schumann und 
Stürmer 1821 im Berliner Schauspielhause gemalt, machte er sich 
1822 selbständig bekannt durch die Zeichnungen der Costümbilder 
aus einem Lalla Bookh vorstellenden Hoffeste. Das Copiren der 
Transfiguration Raphaels für die Schlosskalnelle zu Charlottenburg 
gab dann seinen folgenden religiösen Bildern einigen raphaelesken 
Zuschnitt, wie ihn seine wSainariterineifii) und sein bedeutendstes 
Bild wChristus vor Pilatusattktt) erkennen lassen. Der Erfolg der 
Düsseldorfer auf den Berliner Ausstellungen und der Glaube, dass 
dieser vorwiegend in der Stoffwahl seinen Grund habe, scheint dann 
auch ihn wie Begas zu Darstellungen, wie der wReigen Mirjanrs 
nach dem Durchzug durch das rothe Meere (1836) oder alsraelitisclle 
Hirtin in Gosen leierspielenda (1839) veranlasst zu haben. Was 
jedoch die Stotfwahl vermag, zeigte ihm viehnehr ein Genrebild, 
welches die in den zwanziger Jahren berühmte Schönheit von Albano, 
4') (1841,) Gallerie Raczynski .in läterlin. (Nr. 145.)   
81k) (1328) Im Schloss Qzu BeFhn, 11th. v. QIderinaQn uri1d T'empe1te1.  
4:41:41) (1334) In der Garmsonsklrche zu Berhn. Lmrlssstlch xm läaczynskfschen 
Kupferhefte.
        

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