Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-524503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-529150
Fünftes 
Oapitel. 
Historienmalerei 
in 
Berlin. 
Berlin, welchcm im Gebiete" der Plastik und Architektur die 
Rolle beschieden war, der modernen Kunst bahnbrechend die Leuchte 
voranzutragen, war im Gebiete der llilalerei zurückgeblieben. Nicht 
als 0b der romantische Geist, der auf dem Felde der Literatur dort 
eine Zeitlang seinen Ilauptsitz aufgeschlagen, nicht auch seine Aka- 
demie berührt und einige Künstler gedrängt hatte, ihm Concessionen 
zu machen; denn C. W Kolbc (vgl. S. 270) und wenigstens vor- 
übergehend auch H. Dählmg huldigten jener Strömung, doch ging 
ihr bezügliches Streben über die Aeusserlichkeit kaum hinaus oder 
war wie bei O. Begas (vgl. S. 271) mehr experimenteller Natur. 
Es fehlte auch im Gebiete der Malerei keineswegs an Talenten; von 
dem Bange eines W." Schadow aber fand sich keines, welches sich 
seines Weges und Zieles klar bewusst, Schul- und Richtung-bildend 
hätte auftreten können. Namentlich an der Akademie lagen Eklekti- 
cismus und Davidismus entweder im Kampfe oder Süchten Sich  
nicht minder hoffnungslos für die Zukunft  zu nähern und zu 
assimiliren, wie es übrigens auch das System der übrigen deutschen 
Akademien zu Anfang unseres Jahrhunderts gewesen ist. Während 
aber zu Rom, Düsseldorf und München die deutsche Historienmalcr-ei 
aus der alten Vefsumpfung und Abhängigkeit sich längst aufgerafft, 
hatte in Berlin nur ein Architekt, C. F. Schinkel, auch an diesem Auf-
        

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