Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-524503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-528932
mäsgigte, aber unendlich zarte und harmonische Coloristik wie die 
wunderbare Eleganz und Leichtigkeit seiner Hand gestört worden 
wäre. Da waren denn Darstellungen aus der Antike, vorab aus 
dem praxitelischen Vorstellungskreise das geeignetste Feld und sein 
sRaub des Hylasa r), die wDiana im Badekt  das wUrüleil deS 
Pariswktt) wurden die Pfeiler seines Ruhmes. Doch auch andere 
ideale Frauengestalten gaben ihm dankbare Motive, so die Leonoren 
nach Goethe's Tassot), Romeo und Julia ebenfalls mehrfach wieder- 
holt, Donna Diana-l-T), Loreley-H-Jy), eine Lautenspielerin 4') u. s. W. 
Alle zeigen verwandte Auffassung mit manchmal zuviel Modernität 
bis zur Schwächlichkeit, wie die Leonoren in Düsseldorf, nicht selten 
verbunden mit etwas koketter Leere des Ausdrucks. Auch die Be- 
wegung erscheint an den ganzen Figuren etwas lahm und starr. 
Dass der Meister, welcher sich sein Ideal aus der Natur abstrahirte, 
unübertrefflich im idealisirten Porträt, namentlich von Damen war, 
braucht kaum gesagt zu werden; er hat auch seine Vorzüge in 
diesem Gebiete so sehr erkannt, dass er von 1853 an Sich 3115- 
schliessend auf die Bildnissmalerei geworfen hat. In seinen zahl- 
reichen Schülern und Schülerinnen aber, worunter G. Kaimengiesser 
aus Strelitz, H. Steinfurt, H. Becker und H. Eibe aus Hamburg und 
besonders Frau M. TWegnzann, geb. Hancke aus Silberberg in Schle- 
sien, zu nennen sind, setzte sich auch seine Richtung namentlich 
im Portrittfaehe bis auf die neueste Zeit fort. Als eine bemerkens- 
wertlie Anomalie unter den Schülerinnen ist aber Frau E. Jerichau, 
geb. Baumann aus Warschau zu nennen, welche sich gleichsam ihrer 
Schule zum Trotz einen so männlichen Styl angeeignet hat, dass sie 
Von einem der hervorragendsten Münchener Künstler wder einzige 
Mann unter den Düsseldorferna genannt werden konnte. 
xi)  5m Besitz des deutschen Kaisers, gest. v. Mandel bei Raczynski. 
).t a  n demselben Besitze, der Gegenstand später wiederholt, lith. 
von Wlldt. 
Wal) (1836) In deT V- SPiegeFschen Sammlung zu Halberstadt. 
1-) (1834 und 1836) für General v. Reiche und Graf Raczynski, eine andere 
Gruppe von 1839 in der städtischen Gemiildesammlung zu Düsseldorf, 11th, 
von Wildt. 
H) (1840) Städtisches" Museum zu Leipzig. 
TH") (1853) Gest. v. Felsing. 
k) (1832) In der Berl. Nationalgallerie.
        

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