Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-524503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-528902
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llI. 
B1 
IV 
GEP- 
Die 
Historiel 
malerei 
der 
Di 
isselclorfer 
Schule. 
mit den DlIPaHGITlClGIl Juden im Exilec f) begründet. Das seine Lehrer 
Ueberragende seiner Begabung konnte schon hier keinem Einsichtig-en 
entgehen, so sicher und klar, so vollendet formschön ist die Gruppe 
componirt und gezeichnet, wenn auch das Akademische daran noch 
zu sehr sich geltend machte, als dass man es schon mit den 
Schöpfungen Ingres", des französischen Meisters der Formvollenclung 
vergleichen konnte. 
Gleichwohl stellte sich Bendemann diesem Meister ungleich näher, 
als der sonst mit ihm verglichene Gornelius und als diesem selbst. 
Denn der Inhalt ordnete sich auch bei ihm der Formschönheit und 
vollendeten Durchführung unter. Die erstere verräth wie bei Ingres 
nichts von jenem ascetisch-mittelalterlichen Zug, durch welchen die 
von den Präraphaeliten oder Flandrern abhängigen Nazarener das 
Sentimentale in Knappheit und lilagerkeit zum gesteigerten Ausdruck 
zu bringen strebten, und auch die Durchführung verräth dieselbe 
Sorgfalt weniger im Kleinen als im Grossen. Coloristische Effekte 
verschmähend erfreut er sich auch einer harmonischen durchsichtigen 
und zuweilen fast feurigen Farbe, die jedoch für sich selbst keinen 
Anspruch erhebt. Und um die eompositionelle, zeichnerische und 
technische Vollendung sich möglich zu machen, beschränkt sich der 
Künstler gern auf einen engbegränzten Vorwurf, wie xdie beiden 
Mädchen am Brunnem (Heiterkeit und Trübsinn) H), xlilutter und 
Töchterww), sHirt und Hirtinq f) und die xEfrltf-Za  
An seinen wtrauernden Judene war aber getadelt worden, dass 
er den grossen Stoff in einen zu engen Rahmen gefasst, welcher 
allerdings nur eine Gruppe von wenigen Figuren um einen gefesselten 
Greis umschliesst, und diess wurde vielleicht der ermunternde Anlass, 
den Gedanken an das babylonische Exil noch weiter auszuführen. 
Der Schauplatz war hier auf die Trümmerstäitte des zerstörten Jeru- 
salem zurückgeführt, der Bardengreis individualisirte sich zum sinnen- 
4') (1832) Geschenk des Kunstvereins für Rheinland und Westphalen an das 
Museum YVallraf-Richartz in Göln Nr. 966, gest. v. Ruscheweyh. 
 (1833) Im Besitz der Erben der Wittwe Moll in Cöln, gest. v. Felsing, 
lith. v. Hartmann. 
 (1834) Vom Kunstverein für Rheinland und Westphalen angekauft. 
T) (1835).) Nach UhlanrTs "des Hirten tVintei-lied" im Besitz der Erben 
W. Schadow's, gest. v. Steifensand. 
H) (1836) Für den Kunstverein in Berlin.
        

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