Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-524503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-528507
Drittes 
Capitel. 
Die 
Münchener 
Schule. Profane und 
mentalmalerei. 
religiöse 
Monu- 
König Ludwig konnte bei Cornelius" Alagang in einem Wort- 
wechsel mit einem der Freunde des Meisters mit Recht hinwerfen, 
wdass die Kunst in München nicht an Cornelius gebunden seic. 
xNiCht mehre wiire freilurh noch richtiger gewesen. Er hatte ihr 
die Schwingen gelöst, tüchtige Genossen und Schüler nach München 
gezogen und die vorhandenen Kräfte in seine grossen Bahnen gelenkt. 
Der Bahnbrecher, mit welchem der Kronprinz in der Glyptothek sein 
Werk, München zur Stadt der Kunst zu erheben, begonnen, hatte 
sich verzehntacht und keine der monumentalen Unternehmungen, 
die noch unvollendet waren, konnte durch des Altmeisters Abgang 
wieder in's Stocken gerathen. Einzelne Arbeiten seiner Jünger erfreuten 
sich sogar einer grössereir Gunst des Königs und des Publikums, 
als die letzten Cornelianischen Schöpfungen. Die anfangs entschie- 
den ausgeprägte Schule des Meisters hatte sich im letzten Jahrzehent 
überdiess sehr gelockert, zum 'l'heil dadurch, dass die lyedeutenderen 
älteren Gehülfen und Schüler längst flügge und selbständig geworden 
waren, anderntheils durch den Einfluss der nazarenischcn Richtung, 
der H. Hess in München einen überaus fruchtbaren Boden bereitet. 
hatte. Auch fehlte es nicht an Missvergnügten oder 501611611. Welche 
ihr Heil in anderen Bahnen suchten, wie H. Stilke, weicher, obwohl
        

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