Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-524503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-528206
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Buch. 
III 
I. Cap. C0rne1ius' Düsseldorfer Direktorat und Kronprinz Ludwig. 
geb. 1804, T 1843, und J. Götzenberger aus Heidelberg, geb. 1800, 
"I" 1866, einer der Lieblingsschüler des Meisters, dessen Arbeiten er 
sogar wie seine eigenen achtetef), und den er als Reisebegleiter 
bevorzugte. Auch W v. Kaulbach, geb. 1805 zu Arolsen, erschien 
in diesem oder dem folgenden Jahre im Modellsaal und bald nach 
ihm siedelten von der Dresdener Akademie nach Düsseldorf über 
C_ Hemwrm aus Dresden, geb. 1799, der sich im Göttersaal zu 
München die volle Zufriedenheit des Meisters erwarb, und H. An- 
schütz aus Coblenz, geb. 1805, Welche alle wir später noch in eigenen 
Arbeiten bethätigt finden werden. Zu diesen hatten sich, nachdem 
Cornelius erst zwei Winter in Düsseldorf gewirkt, noch Uhr. Buben 
aus Trier, geb. 1806, Tk. Sckilgen aus Osnabrück, geb. 1792, 
"l" 1857 und E. Förster aus Altenburg, geb. 1800, gefunden; später 
Ph. Foltz aus Bingen, geb. 1805, G. Gassen aus Goblenz, geb. 1807 
und A. Richter aus Dresden, geb. 1801, von welchen" allen später 
noch selbständige Arbeiten zu erörtern sein werden, während P. App 
aus Darmstadt, E. Schäffer aus Frankfurt, Bagda aus Coblenz und 
Ascher aus Hamburg wenigstens erwähnt werden müssen. Doch 
waren die Schwierigkeiten noch immer so gross und deren Lösung 
von oben so zögernd, dass der Künstler, als das preussische Mini- 
sterium im Kanzleistyl anordnete, er habe von 1823 sein Amt ohne 
fernere Unterbrechung (durch die Münchener Arbeiten) zu versehen, 
freimüthig erklärte, er wolle lieber auf alles andere als auf die 
Vollendung des Glyptothekwerkes verzichten. Nun fand er wieder 
willfährigeres Entgegenkommen, und mit dem Winter 1823 entfaltete 
seine Schule bereits eine Rührigkeit, wie sie die Rheinstadt vorher 
wohl nie gesehen. 
Freilich War Düsseldorf damals weniger Akademie als Cor- 
nelius-Schule, und ihr Haupt weniger Direktor als Meister, um 
welchen sich die Schaar der Jünger mit begeisterter und doch wieder 
familiärer Hingebung drängte. Alles Reglement fiel und mit den 
Theorien war es vorüber, Lehren und Rath des Hauptes dagegen, 
unsystematisch und mehr gelegentlich hingeworfen, eingestreut in 
 Er liess ihn nicht hlos an den Gartens mitzeichnen, sondern überliess 
ihm eine Fürst RadziwilFsche Bestellung ganz; auch hat sich eine von 
Cornelius als sein Werk abgegebene Madonna neuerlich als Arbeit Götzen- 
bergers erwiesen.
        

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