Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-524503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-528192
der Meister erlangt hatte, war in den Vorbereitungen so weit vor- 
geschritten, dass Cornelius im Oktober 1821 Sein Amt in seiner 
Heimatstadt antreten konnte. 
Die Verzögerung war für München nicht ohne Vortheil; ein 
grosser Theil der Decke des Göttersaals nebst der aUDtOIWVGltK war 
vollendet und die zu der Ausführung herangezogenen Gehülfen 
J. Schlotthauer und Ol. Zimmermann hatten sich bereits tüchtig in den 
Geist des Meisters oder wenigstens in die Arbeit gefunden. Der 
erstere, geb. zu München 1789, "l" 1869 daselbst, war aus Langer's 
Schule zu Cornelius übergetreten, und hatte diesem bei treuem Ein- 
gehen auf die Auffassung des Meisters, in der Glyptothek 10 Jahre 
lang durch seine geschickte Hand und namentlich technische und 
coloristische Bildung, Womit er die incunable Frescomalerei wesentlich 
forderte, grosse'Dienste geleistet. Nicht geringere C1. Zimmermann, 
geb. 1788 zu Düsseldorf, T 1869, der als Schüler Langerts diesem 
1808 nach München gefolgt und seit 1815 als Lehrer an der Maler- 
schule zu Augsburg thätig gewesen war, von 1820 an aber in der 
Glyptothek sich zum Akademieprofessor und zu mehr selbständiger 
Thätigkeit emporarbeitete, in welcher wir ihn auch noch finden 
werden. Einzelnes wurde mehr gelegentlich von Freunden gemalt, wie 
von dem mit Pinsel und Säbel gleich tüchtigen Kriegsgenre- und Lande 
schaftsmaler, General O. W. v. Heideck, geb. 1788 zu Saaralben in 
Lothringen, 1' 1861, welcher die schönen Pferde an Apollds Sonnen- 
wagen und etwas später von H. Hess, der das Bild von Apollo 
und Daphne ausführte. Auch die beiden ersten Schüler des Meisters, 
die ihm von Berlin zugesandten bisherigen Schüler Kolbe's, C. Stürmer, 
geb. 1801, und H. A. Stilke, geb. 1805, hatten bereits ihre Thätig- 
keit begonnen, während mit drei anderen von der Regierung gewähl- 
ten Düsseldorfer Stipendiaten weniger gedient war. 
Der sich rasch verbreitende Ruf von der Gediegenheit dieser 
Arbeiten verfehlte nicht bei des Meisters Amtsantritt in Düsseldorf 
sofort seine Wirkung zu äussern. Zu den einheimischen Eleven, von 
welchen O. Schorn, geb. 1803, 1- 1850 zu München und der frühzeitig 
vielversprechende A. Eberle, geb. 1806, 1- 1826 zu Rom, zu nennen 
sind, von welchen aber der erstere bald für einige Zeit in die Ateliers 
von GI-Qs und lngres nach Paris übertrat, gesellten sich mehre 
tüchtige auswärtige Schüler, worunter nicht blos die bereits genann- 
ten Stürmer und Stilke, sondern auch W. Röckel aus Schleissheim,
        

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