Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-524503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-527872
und 
Landschaft 
Architekturbild. 
275 
Anlehnens an Everdingen entgehend, an Welcher seine Nachfolger, 
wie zunächst Chr. Etzdorf aus Pösneck in Thüringen, geb. 1801, 
1' 1851, gescheitert sind. Den vergeblichen Versuch aber, die italie- 
nische Landschaft für solche Sthnmungsbilder zu verwerthen, machte 
in der letzteren Zeit seines Lebens U. E, Blechen, geb. 17 98 zu Kotbus, 
1- 1340, welcher dadurch den Werth seiner Werke so verringerte, 
dass er in Schwermuth versunken 1836 zu malen aufhörte. Glück- 
licher war sein Schüler A. Elsasser, geb. zu Berlin 1811, 1' Zu 
30m 1345, Welcher jener lyrischen Auffassung nicht allzu viel Spiel- 
raum gewährte und, wenn auch einer übertriebenen Farbenpracht 
huldigend, doch objektiv genug blieb. 
Der letztgenannte Künstler, der in seiner späteren Zeit durch 
italienische Kircheninterieurs und Ruinenansichten grosse Erfolge 
erzielte, führt uns zu den Architekturmalern dieser Periode, welche 
sich natürlich vorwiegend gothischen Baudenkmälern zuwandten. An 
der Spitze steht der productive D. Quaglio, geb. zu München 1'788, 
i" zu Füssen 1837, welcher halb Europa durchreiste, um von den 
mittelalterlichen Architekturen Aufnahmen zu sammeln. Eine grosse 
Zahl derselben ist lithographisch vervielfältigt worden. Allzu scla- 
vische Gewissenhaftigkeit liess seine in Oel ausgeführten Prospecte 
selten zu eigentlichen Gemälden werden, wie seine zahlreichen Werke 
in der Neuen Pinakothekt) oder der vFrauenburger Domwtt) zeigen, 
welche vielmehr als colorhrte Zeichnungen erscheinen. Aehnlicher 
Art. sind die Prospekte von F. Jodl in München, geb. 1805, der 
übrigens auch als Landschafter mit Erfolg thätig war. Durch mehr 
malerische Gesammtstimmung bei grösserer Subjektivität wusste 
C. G. A. Hasenpflug in Halberstadt, geb. zu Berlin 1802, seine Dom- 
interieurs und Aussenansichten, Kreuzgänge, Remter und Kirchhöfe 
zu beleben, wobei er auch Sonnenuntergangseffekte, Schnee u. s. w. 
in romantischer Weise heranzuziehen verstand, ohne dass, wie später 
bei Lessing, das Architektonische zurücktrat. Er bildet die Brücke 
zu A. v. Bayer aus Rorschach, der jedoch als entschiedener Colorist 
einer späteren Periode eingereiht werden muss. 
 N. Pinakothek 
M) Sladtmuseum 
zu München Nr. 
zu Königsberg. 
205, 
204, 
282, 
381
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.