Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-524503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-527815
Unsicheren. 
Zurückhaltenden und 
Halben, 
Die 
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aChristus und die Samariterinc und xAUfEPWBCkHYIg des Lazaruse 
mehr die Einwirkung der Overbeclöschen Richtung verrathend, ver- 
liess später die Fahne beider, indem er in Farbe und Formfülle mehr 
der venetianischen Weise naehstrebte  und Koopmann, später 
Professor in Ceflsrühe, von Overbeck sehr geschätzt, beeinträchtigte 
seine Erfolge durch das allzu Berechnete Seiner Compositionen und 
Wirkungen, welche neben dem Eindrucke von grosser Geschicklich- 
keit keine andere Empfindung in dem Besehauer aufkommen liessen. 
Immerhin aber konnte der letztere eine Zeit lang sich eines hohen 
RüfeS erfreuen. Auch F. Nadorp aus Anhalt in Westphalen, 
geb- 18001 möge hier eine Stelle finden, obwohl er selbst durch 
1äng'efel1 Aufenthalt in Rom seit 1822 die vorausgegangene alte 
Prügel" und Wiener Schule nicht mehr ganz abzustreifen vermochte, 
und seine religiöse Malerei haltlos mit Genre und Landschaft wech- 
seln liess, 
Endlich ist hier noch die Proteusgestalt unter den Malern jener 
Zeit, der begabte und für alle Eindrücke enipfangliche Oarl Begas, 
geb. 1794 zu Heinsberg bei Aachen, zu erwähnen, welcher erst eine 
Reihe von Jahren in Paris z. Th. im Atelier von Gros in david'scher 
Richtung herangebildet schon durch seine dort 1815-1821 geschaf- 
fenen Werke: Madonna, Hiob und seine Freunde, Christus am 
Oelberge und Ausgiessung des h. Geistes M) eine ungewöhnliche 
Meisterschaft an den Tag gelegt hatte. Der scharfsichtige Gros irrte 
jedoch nicht, wenn er schon in den pariser Arbeiten seines Schülers 
einen entschieden deutschen Zug bemerkte, dessen sich Begas sofort 
bewusst ward, als er auf der Rückreise nach Deutschland zu Stutt- 
gart 1821 die Boissereegallerie und einige Holbein's sah. Sofort 
entstand das Bildniss seiner Gemahlin als Madonna und ein gelungenes 
Doppelbildniss seiner Eltern im altdeutschen Stylttt). Als Pensio- 
när 1822 nach Italien ziehend war er aber schon in Padua durch 
die Fresken Giottds in S. Maria dell' Arena so gefesselt worden, 
dass er sofort den altflorentinischen Styl an die Stelle des flandrischen 
setzte und diesen in einer Taufe Christi  in einem Bildnisse Thor- 
k) Simson und Delila, von Rumohr gekauft. 
H") Die beiden ersteren vom Könige von Preussen 
letzteren in der Garnisonskirche und im Dom zu Berlin 
 Im Wallraf-Richartz-Museum zu Cöln Nr. 951. 
T) Garnisonskirche zu Potsdam. 
erworben ; 
die 
beiden
        

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