Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-524503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-527782
266 
Buch. 
CRP- 
Weiterer 
Verlauf 
der 
deutschen 
Romantik. 
Zinsgroschenct) nicht mehr und noch weniger mit seinen Faust- 
bildern erreichte. Dann P. Rittig aus Coblenz, geb. 1789, 1' zu 
Rom 1840, Welcher, erst bei David, 1819 zu Overbeck kam und 
durch eine vFlucht nach Aegyptem und durch vdie klugen und 
thörichten Jungfrauem (1821) grosse Hoffnungen erweckte, ohne sie, 
wie seine Madonna von den in Engelgestalten personificirten Tugen- 
den umgeben (1837) oder sein Thomasgemälde in der Garnisonskirche 
zu Potsdam zeigen, zu erfüllen. Ferner F. v. Rhoden, der Sohn des 
bekannten Landschafters, und J. III, mttmgy aus Mill-hau, welcher 
als Schüler Langefs nach Rom gekommen und dort etwa 40 Jahre 
lang lebend zwischen seines Schwiegervaters J. Koch und der Naza- 
rener Weise einen Mittelweg suchte. In ähnlicher Weise richtungs- 
unsicher erscheint J. F. Dietrich aus Biberach in Württemberg, 
geb. 1786, 1' als Professor zu Stuttgart 1846. Hatz aus Bregenz, 
geb. 1800, vermochte sich anderseits wenig über einen manieristischen 
Nachtreter seines Meisters zu erheben. Mehr leistete der talentvolle 
Al, Seite aus München, geb. 1811, wie letzterer viel für England 
malend und durch seine aVorsöhnung Jakobs mit Esauc, sBestattung 
der h. Katharinae, aFlucht nach Aegyptenc und eMater amabilisc 
auch in weiteren Kreisen bekannt. Von den Jüngern Overbeclds aber, 
welche dessen Richtung nach dem ausserdeutschen Norden trugen, sind 
der Schweizer Hauser und der Pole Brzozowslcz", der Holste J. L. Ixzmd, 
nachmals Professor in Kopenhagen, und etwa noch der, Overbeck 
freilich ferner stehende Belgier J. B. van Eycken zu nennen. 
Erscheint aber schon die Mehrzahl der Obigen von dem Einflüsse 
Overbeck's mehr gestreift als durchdrungen, so ist diess in noch 
höherem Grade der Fall bei einer Reihe von Zeitgenossen, welche 
entweder schon zu tief in einer älteren Richtung befangen waren, 
oder sich anderer Einflüsse zu wenig erwehren konnten, oder eine 
zu ausgeprägte Eigenart besassen, um sich ganz und anhaltend dem 
Geiste des Meisters fügen zu können. Unter diesen sind unbedenklich 
die Gebrüder Joh. und Franz Riepenkausen, geb, 1786 und 1788 
zu Göttingen, die nennenswerthesten. Von W. Tischbeiifschem 
Glassicismus ausgehend hatten sie erst der Carstensschen Weise 
Concessionen gemacht"), aber sich strenger an classische Vorbilder 
L 
 Gest. v. Amsler. 
H) Sie gaben auch mit 
Mori 
ein 
Heft 
Carstens'sche 
Zeich 
nungen 
leTäl
        

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