Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-524503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-527776
war der mittelbare Einfluss durch seine bekannten Grundsätze wie 
durch seine Wefke- Er fluthete sogar weit mächtiger und nach- 
haltiger zurück nach der Wiege seiner Kunst, nemlich nach Wien, 
als djess einelil Cüflleliüs selbst durch persönliche Uelaersiedlung 
nach seiner heimischen Akademie und durch aufolafernde Lehrthätig- 
keit daselbst zu veranlassen gelang. Dieser Rückschlag ward übrigens 
Weniger durch die anfänglichen Genossen des Meisters, die Kloster- 
brüdel", deren frühzeitig sich zersplitternde Genossenschaft mit der 
Vermählung OVePbec-läs schon 1819 ihren räumlichen Mittelpunkt in 
S- Ieidom Veflüfen hatte, als vielmehr durch dessen spätere Jünger 
bewirkt, namentlich Jos. v. Führich und Leop. Kuppelwieser, neben 
welchen noch Jok. vlfempel und Tumzer zu nennen sind. Es hatte 
sich durch diese in Wien, und parallel damit durch F. Tkadlik, einen 
der ersten Lehrer Führich's, zu Prag eine förmliche Nazarenerschule 
gebildet, Welche an Geschlossenheit und Umfang die von Hess und 
Schraudolph in München oder die Veit-Steinldsche in Frankfurt wie 
die W. Schadow und Deger's in Düsseldorf entschieden überbot. Davon 
soll indess im nächsten Abschnitte gesprochen werden. Rom selbst 
nahm auffallender Weise an der Overbeckschen religiösen Richtung 
den geringsten Antheil. Wie sich die Italiener überhaupt der neu- 
deutschen Schule, den wmaestri della maniera seccaa, gegenüber sehr 
zurückhaltend. ja sogar feindlich bezeigten, und die ausgelebte aka- 
demische Richtung erst verliessen, als die coloristischen und realisti- 
schen Erfolge Frankreichs und Belgiens ihren Eroberungszug antraten, 
so gingen sie auch an den Nazarenern achselzuckend vorüber. Nur 
wenige wie Porzi und Casolawi traten in seine Fussstapfen ein, 
jedoch mit sehr mässigem innerem und äusserem Erfolge. Mit grösserem 
einige längere Zeit in Rom lebende Deutsche, welchen es übrigens auch 
nicht gelang die Tradition in einer förmlichen Schule fortzupflanzen. 
Zunächst dervschon genannte G. H. Näcke, erst Schüler Grassfs in 
Dresden, seit 1818 in Rom als einer der Neukatholiken, und dort durch 
eine almosenvertheilende Elisabeth f) Zu nicht geüngem Aufsehen 
gelangt, Seinen Meister an peinlicher Sorgfalt noch überbietend, 
hatte er 12 Jahre an das kleine Bild gewandt, das er auch mit 
Seinen folgenden wFriede sei mit euchwfe) und vGhristus mit dem 
 Vormals in v. QuandVs Besitz, gest. v. Stölzel. 
M) Unter der v. Ampach'schen Serie im Dom zu Naumburg.
        

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