Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-524503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-527594
eine Krälnerin und Modezofe zu sein, so wie sie dermalen an den 
Akademien herangezogen werde. Als das unfehlbare Mittel aber, 
der deutschen Kunst das Fundament zu einer neuen, dem grossen 
Zeitalter und dem Geiste der Nation angemessene Richtung zu geben, 
bezeichnet er die Wiedereinführung der Frescomalerei. 
Dass er damals nicht mehr daran dachte, die Wiederbelebung 
der deutschen Kunst etwa nach aDürerischer Arte im engeren Sinne 
zu wünschen, wozu er bei Beginn der Faustblätter allerdings Miene 
gemacht, erhellt schon aus der Bevorwortung einer der flandrischen, 
cölnischen. und nürnbergischen Glanzzeit fremden Technik, wird aber 
auch noch ausdrücklich dargethan, indem er die prtiraiahaelitische 
Monumentalknnst mit dem deutschen Quatrocento und Cinquecento 
vergleicht. Zugestehend, dass die letztere Kunst weine zum wenigsten 
ebenso hohe, reine und wahre, vielleicht noch tiefere und gewiss 
eigenthümliehere Intention habe, muss er doch denen beipflichten, 
die der Meinung sind, dass die italienische Kunst wsich in ihrer 
Natur freier, vollkommener und grösser entwickelt habee. Unter 
den Ursachen aber, Welche diess bewirkte, hält er neben der ausser- 
ordentlichen und wahren Aufmunterung, welche die Kunst durch die 
lebhafte Theilnahme der ganzen italienischen Nation genossen, die 
Ausübung der Frescotechnik für die erste und wichtigste. Desshalb 
erklärt er es für das Wünsehenswertheste und einer kräiftigen Ver- 
wendung Würdigste, dass man vdenjenigen, die die Wahrheit in der 
Kunst mit tapferem Herzen ergriffen und im Kampf ihre Kräfte ver- 
mehrt und gebildet, dasjenige Vertrauen schenkte, was sie verdienen, 
und so vereinte Kräfte, ihrem einstimmigen Wunsche gemäss, zu 
einer grossen, würdigen ausgedehnten Arbeit in einem öffentlichen 
Gebäude irgend einer deutschen Stadt gebrauche .  ß Käme aber 
dieser Vorschlag zur Erfüllung, so glaubt er voraussagen zu dürfen, 
vdass dieses gleichsam das Flammenzeichen auf den Bergen zu einem 
neuen edlen Aufruhr in der Kunst gäbe, dann würden sich in Kurzem 
Kräfte zeigen, die man unserem bescheidenen Volke in dieser Kunst 
nicht zugetraut, Schulen würden entstehen im alten Geist, die ihre 
wahrhaft hohe Kunst mit wirksamer Kraft in's Herz der Nation 
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