Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-524503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-525156
Erstes 
Calaitel. 
Einleitung. 
Zustand 
der 
Kunst 
i m 
Jahrhundert. 
Im Verlauf des siebzehnten Jahrhunderts neigte sich die Sonne 
der Kunst, nachdem sie drei Jahrhunderte lang in theilweise wolken- 
loser Pracht das Herz unseres Continents erwärmt, ihren dritten 
Kreislauf vollendend, Wieder ihrem Untergange zu. Sie hatte gleicl1- 
zeitig und nach einander verschiedene Länder Europas begünstigt 
seit sie in Italien aus den NClJOlHRISSCH des Mittelalters sich hervor- 
gerungen, hatte im gesegneten Toscana ihren Morgengruss entsendet, 
ihre frühen Strahlen bis in die entlegenen Malerwerkstätten Flanderns 
getragen, dann zu Anfang des 16. Jahrhunderts in Italien und Süd- 
deutschland jhre Mittagshöhe erreicht, um im 17. Jahrhundert sich 
von dem, nun zur Genüge beschienenen Apenninenlande abzuwenden 
und hauptsächlich in den Niederlanden die der alten flandrischen 
Blüthe nicht unwerthe Frucht zu reifen, zugleich aber auch Spanien 
und Frankreich ihren verzögerten Segen zu spenden, ehe sie wieder 
Zu hundertjähriger Nacht hinabsank. 
Es war indess ein wahrhaft goldener Abend, den die belgischen 
und holländischen Provinzen in künstlerischer Hinsicht genossen, 
und weit glänzender, als das leuchtende Gestirn an der Mündung 
des Arno emporgestiegen, tauchte es an den Mündungen der Scheide 
und des Rheins wieder unter. War es dort nur mühsameni Ringen
        

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