Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der neueren deutschen Kunst vom Ende des vorigen Jahrhunderts bis zur Wiener Ausstellung 1873
Person:
Reber, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-524503
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-525039
Gegenwart, der Kunst von heute, ganz nützlich zu sein, müssen 
sich die Fäden der Darstellung gewisserinassen bis gestern erstrecken, 
Wodurch ein jahrelanges Liegenlassen sich schon von selbst ver- 
bietet. Es isl daher Lückenhaftigkeit und Irrthum vielfach tinver- 
nieidlich, für deren Ausfüllung und Berichtigung in der zugänglicheren 
Presse oder in larivater Form Verfasser von Herzen dankbar" sein 
wird. Doch stand mir auch die Absicht einer gründlichen biogra- 
phischen Darstellung oder Aufzählung der einzelnen Schöpfungen 
von vorneherein in zweiter Linie, obgleich ich mir viele Mühe ge- 
geben habe, zur Richtigstellung der in vorliegenden Notizen wider- 
sprechenden Einzelheiten, wie zur Beibringung neuen sachlichen 
Materials nach Kräften beizutragen. 
In erster Linie betrachtete ich es indess vielmehr als meine 
Aufgabe, die Zusammenhänge des Entivicklungsganges klarer zu 
legen, als sie vorher gewesen sein dürften. Nicht als Künstler- 
sondern als Kunstgeschichte habe ich meine Aufgabe vorab gefasst 
und darf daher die Gliederung des Stoffes in historischer Methode 
nicht blos den schwierigsten, sondern auch den bevorzugten und 
hoffentlich besten Theil meiner Arbeit nennen. Ich besorge nicht, 
mit der Anschauung vereinzelt dazustehen, dass dem Kunstfreuntle 
eine systematische Darstellung des Entwicklungsprocesses mit Berück- 
sichtigung der wesentlichsten Einflüsse auf denselben von anderen 
Gebieten des Culturlehens wie auch von der 'l'hätigkeit der Nach- 
barvölker, das Wissensurertheste sei, dem sich das tausendfältigw) 
Detail unterordnen müsse. Es wäre leicht gewesen, das letztere um 
das Dreifache zu vermehren, aber schwer, damit die Uebersichtlich- 
keit nicht zu erdrücken. Es hat den Verfasser in der That oft als 
Opfer geschienen, von seinen Specialapparaten nur einen summari- 
schen Gebrauch zu machen, und das als Ballast über Bord uterfen 
zu müssen, was vielleicht mancher einer Einzelheit nachgehende Leser 
nun vermisst. Doch der Zweckerheischte es, wenn nicht der com- 
pakte Bau in eine Fülle von Detäil zerfallen sollte. Erscheint aber 
jetzt dem Leser die Gliederung als einfach, vielleicht als selbstver- 
ständlich, so kann ich mir dazu nur Glück wünschen, dieselbe, welche 
wenigstens mir nicht von mrneherein so erschien, in der gegebenen
        

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