Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-722844
78 
Das WM 
nhaus. 
Palast des Odysseus auf Ithaka. 
einer Säulenhalle umgeben war. Derjenige Theil der Halle nun, welcher 
sich unmittelbar vor dem eigentlichen Hause befand, wird von Homer 
rrgödopog, Vorhaus, genannt, ähnlich wie beim Tempel der vor der Cella 
(Naos) belegene Theil Pronaos heißt; und wahrscheinlich hat sich derselbe 
entweder durch gröfscre 'l'iel'e oder doppelte Säulenreihen von den übrigen 
Theilen des Säulenumganges unterschieden, so dal's er als ein besonderer 
Theil der ganzen Anlage bezeichnet werden kann, in welchem auch die 
ankommenden Gäste empfangen und den übernachtenclen die Lagerstätten 
bereitet wurden. 
Schliefslich ist hier noch des Tholos (Sdlog) zu erwähnen, welcher zur 
Aufnahme von Kostbarkeiten und Schätzen der Familie bestimmt war, und 
Fig-_g5_ über dessen Anlage wir späterhin 
   F   ausführlicher sprechen werden. Vor 
 der Hand genüge dies zur Vergegen- 
3 c wärtigung der allgemeinen Anlage 
k  homerischer Königshäuser. Man hat 
 lllllll r _7    mit Berücksichtigung der verschiede- 
 lllllll l_:   . 
 i: o o o 6 e i nen einzelnen Stellen der homerlschen 
 l . c ,    Gedichte verschiedene Restaurationen, 
z v9 .    s namentlich des Hauses des Odysseus, 
1 a. e '   versucht. Wir können dieselben hier 
 ' B '  l 7 übergehen, da in Ithaka die Ueber- 
 l .0 ab :   reste eines Gebäudes aufgefunden 
 a m _     worden sind, in dem man, wenn 
  i i auch nicht das von Homer selbst 
 o A . e  beschriebene Haus des Odysseus, 
"v 1 ß v  I.   doch jedesfalls einen jener alten 
 a '   Königspaläste vermuthen darf, mit 
 ' ' ' '   deren Beschreibung die Ueberreste 
      x"  selbst in den meisten Theilen über- 
N  .3 einstimmen. Figßß stellt den Grund- 
rifs dieses Gebäudes dar. Dasselbe findet sich nach Gell auf der änfser- 
sten Spitze der Akropolis von Ithaka. Der Hof A B ist von unregelmäßiger 
Form, langgestreckt und mit der einen schmaleren Seite nach Norden ge- 
kehrt. Eine Sonderung in zwei Theile wird von Gell nicht angegeben; 
Schreiber glaubt dieselbe durch eine xiiedrige und später verschwundene 
Mauer 6b herstellen zu dürfen, um die Ueberreste auch hierin den ho- 
merischen Schilderungen entsprechend zu finden. Danach würde denn der 
Raum A den Wirthschaftshof bilden. In ihn führt das Hauptthor des
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.