Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-722739
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ist durch überkragte, das heifst gegeneinander von-geschobene Steinschichten 
hergestellt, wie dies die innere Ansicht derselben unter Fig.58 (vgLFig. 56 H) 
zeigt; ebenso construirt sind einige Gänge, welche sich in der Dicke der 
Mauer befinden und von denen Fig. 59 einen Durchschnitt darstellt. 
An Mauern, die sorgfältiger zusammengefügt sind, finden sich natürlich 
auch sorgfältiger gearbeitete T hore oder Pforten. Dieselben sind dann ent- 
Fiat G0_ weder ebenfalls durch Uebcrkragung der Steinschichten 
 oder durch Ueberdeckung eines geraden, langen Stein- 
  blockes über die zwei Seitenpfosten abgeschlossen. Er- 
 stere Form zeigen in sehr einfacher Weise einige schmale 
 Pforten zu Phigalia (F ig. 60) und zu Messene (Fig. 61) 
 z i: GI: (Mafsstab I 5 Meter); letztere eine ebenfalls schmale 
Fig. 63. 
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Thür in der Akropolis von Mykenae (Fig. 62), sowie ein Thor zu Oeniadae 
in Akarnanien (Fig. 53). Eines der ältesten und merkwürdigsten Beispiele, 
solcher Thoraiilagen bietet aber das sogenannte Löwenthor in Mykenae 
(Fig. 64) dar. Dasselbe ist zwischen einem natürlichen Felsenvorsprunge 
Fig. 64. und einem künstlichen Vorsprünge der Mauer 
gmmtälylnp angelegt und wird von zwei starken, wohl 
  behauenen Steiiibalken gebildet, .welehe als 
All. IW;  YMWW z.  beitenpfosten dienen und gegeneinander ge- 
Y.   neigt stehen, um den zu überde-ckenden Raum 
in, iliiünwvlhy  etwas zu VCITlIlgCPIl: Ueber ihnen ruht iii 
sie" im horizontaler Lage ein kolossaler Steinblock 
    von 15 Fufs Länge, der die Oberschwelle 
 f  5h   und somit den Absehluls des Thores bildet. 
 Die Mauer selbst geht weit über die Höhe 
"  '       des Thores empor, und um die Oberschwelle 
desselben möglichst von dem Drucke der darüber folgenden Steinschiehten 

        

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