Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-722672
nien der ersteren entsprachen (vgl. Eng. 49) und den eigentlichen Augang 
zu der Burg bildeten. Zwischen dieser Wand und der Ziufseren Halle lag 
ein gröfserer Raum, der durch zwei Reihen von je drei ionischen Säulen 
in drei Schilfe getheilt wurde. Die Ungleichheit des Bodens wurde durch 
Stufen vermittelt; jedoch war zwischen jenen mittleren Säulen ein sanft 
ansteigender Weg in den lebendigen Felsboden gehauen, um dem mit dem 
Prachtpeplos der Athene beladenen Wagen bei dem Festzug der Pana- 
thenäen eine bequeme Auffahrt zu gestatten. Der ganze Raum war über- 
deckt, indem schlanke Marmorbalken die Schilfe üherspannten und ein 
reich und zierlich gearbeitetes Cassettenwerk trugen. An die Hauptfacade 
aber schlossen sich, um den Eindruck derselben noch zu erhöhen, zwei 
niedrigere Seitenflügel an, die ebenfalls mit Säulenhallen versehen waren. 
Von diesen war der nördliche und jetzt noch wohl erhaltene (Fig. 51k) 
in seinem Innern einst mit Polygnotos berühmten Malereien aus der Ilias 
und Odyssee geschmückt, und noch heut zu Tage sind die Wände mit 
geglätteten Marmorquadern von weifser und schwarzer Farbe bekleidet, 
welche jenen Wandmalereien einst als Rahmen gedient haben. Das ent- 
gegengesetzte Flügelgebäilde (Fig. 51 l) war von ähnlicher Anlage, wenn 
auch von geringerer Tiefe. Während des Mittelalters ist es in den da- 
mals errichteten Wartthurm der den fränkischen Herzögen von Athen zur 
Wohnung dienenden Burg verbaut worden. Zwischen diesen Gebäuden,
        

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