Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-729272
Hatte man sich einer feindlichen Mauer soweit genähert, um gegen 
dieselbe die Breschmaschinen spielen zu lassen, so wurde ein starker Balken 
mit einem eisenbeschlagcnen oder in Form eines eisernen Widderkopfes 
gebildeten Kopfe, daher die Bezeichnung aries, xgufg fiir diese Maschine, 
in Thätigkeit gesetzt. Der kleinere, vorzüglich der älteren Kriegskugst 
angehörende Sturmhock wurde von einer Anzahl kräftiger Männer in er 
Schwebe gehalten und in dieser Weise wurden die Stöfse gleichmäßig 
 egen die Wand ausgeführt; mit einem 
 äolchen wird z. B. auf der Columna 
l       Traiana ein von römischen Soldaten ver- 
 "i " Wk bb'h K'- 
     
  vggißfäjyig-jl I"? I-  ern erann 1  . 
K! der Gattung derg kleineren Sturmhöcke 
 gehörte der auf Rädern ruhende aries 
712,)! 73 2'315: w?  subrotatus, welcher auch in späterer Zeit 
: l M,   noch in Anwendung kam und durch die 
u;   Reliefdarstellung auf einer Thonlampe 
31m  l (Fig. 459 l) veranschaulicht wird. Durch 
Eh" "x , die Griechen erfuhr aber der Sturmbock 
j l insofern eine wesentliche Verbesserung, 
 u.-   dal's statt des früheren kurzen Balkens 
ein 60 bis 100 Fufs langer (der von Hegetor von" Byzanz erfundene 
mafs sogar 180 Fufs) und deshalb oft aus mehreren Stücken zusammen- 
gesetzter Mastbaum construirt wurde, welcher, von Ketten oder Tauen 
unterhalb eines von Strebepfeilern getragenen horizontalen Balkens in der 
Schwebe gehalten, durch Taue, welche an dem Widderbalken befestigt 
waren, in Schwung gesetzt wurde. Eine andere Art des grofsen Sturm- 
bockes ruhte auf einer bankähnlichen Unterlage, welche auf Walzen hin 
und her geschoben werden konnte. 
Zur Deckung dieser Maschine und der sie bedienenden Mannschaft 
gegen Wurfgeschosse aller Art, mit welchen die Belagerten von oben 
herab die Brescharbeiten zu stören suchten, 
Fig- 519- diente die Widderschildkröte (testudo arietaMa, 
 I  xslaim; xgzoqadgog), in Gestalt einer mit einem 
  Satteldaeh versehenen Bohlenverkleidung oder 
 lull  eines Hauses (Fig. 519), welches oft noch 
zum Schutz des aus seiner Giebelwand her- 
vorragendenWidderkopfes mit einem besonderen Pultdache versehen war.-
        

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