Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-722585
von zwölf Säulen, welche den Pronaos A bildeten. Der fast quadrate 
Raum, in welchen man durch die Thür des Pronaos eintrat, war durch 
vier Säulenreihen in fünf parallele Schiffe getheilt. Die Säulen, von denen 
noch einige aufgefunden worden sind, trugen ähnlich wie bei dem Hypae- 
thraltempel je eine Gallerie, nur dafs diese 
Flg-39- breiter war und von je zwei Säulenreihen 
 gtitragen wurde  und  wogegen der 
i, u s _ . . . o I" mittlere Raum B durch die beiden Stock- 
 0  werke hindurchging und gleichsam ein er- 
 . . . O ' ' '  höhtes Mittelschiff bildete. Die Geschichte 
i: B  des Baues berührt Plutarch iin Leben des 
  Perikles, der denselben neben seinen grofsen 
 . . . I) e o ß  Unternehmungen zu Athen selbst ausführen 
 0 o o o . . o  liefs. Danach hat, wohl unter der Ober- 
i,      leitung des lktinos, Koroebos den Bau des 
   Telesterium begonnen, die Säulen des ersten 
i] Stockwerkes errichtet und mit ihren Archi- 
traven überdeckt; nach seinem während des 
Baues erfolgten Tode fügte Metageiies den Fries hinzu und stellte die 
oberen Säulen (die Säulen des oberen Stockwerkcs) auf; die Oelfnung 
aber über dem Anaktoron (darunter ist das mittlere Schilf B zu verstehen), 
wurde von Xenokles eingedeckt. Im Innern fanden sich unter dem Fufs- 
boden noch niedrige Räume, eine Art Krypta vor, die möglicherweise als 
Vorrichtungen zu den oben erwähnten mimischen Aufführungen gedient 
 haben können. Auf der dem Eingang gegen- 
 il überliegenrlen Seite schlofs sich eine erhöhte 
 Terrasse an den Tempel an, zu welcher von 
 ' i" einem kleinen d t n Hofe ein mit Säulen 
   qm vag h b i  
M! arqbngw ßhhx gezierterhingang gefuhrt .zu a en scieint. 
" Es ist nicht unwahrscheinlich, dafs auch auf 
 dieser Seite ein Eingang angebracht war, der 
i für die Leiter der Festfeier (Mystagogen) he- 
stimmt gewesen, während die grofse Thür in der Fagadc den Eingeweihten 
selbst Eintritt in die heiligen Räume gewährte. Fig. 40 stellt ein unter 
den Ruinen gefundenes reich verziertes korintliisches Pilastercapitell dar, 
welches wahrscheinlich zur Verzierung des Pronaos gedient hat. 
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Bei der Beschreibung der verschiedenen Temnelgattunaen ist schon
        

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