Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-722565
50 
Erechtheion 
bildet. Die Cella zerfiel in zwei Theile, von denen der vordere B, der 
Eingangshalle zunächst befindliche, etwa 8 Fufs über dem Niveau der 
zweiten Hälfte CD liegt. Ohne auf die verschiedenen Herstellungsversuche 
der ursprünglichen inneren Eintheilung hier näher eingehen zu können, 
begnügen wir uns damit, den Grundrifs mitzutheilen, wie ihn Beule nach 
genauer Untersuchung der Ruinen entworfen hat und der, ganz abgesehen 
von der den einzelnen Theilen zugeschriebenen Bestimmung, dem gegen- 
wärtigen Zustand des Innern und namentlich den darin befindlichen pa- 
rallelen Mauerfundamenten am meisten zu entsprechen scheint. Danach ist 
denn der Raum B die eigentliche Tempelcella, an deren Hinterwand sich 
das heilige Bild der Athene Polias befand. Längs der südlichen Seiten- 
wand führte eine Treppe, deren Reste noch erhalten sind, in den etwa 
8 Fufs niedriger liegenden Theil C, Welchen Beule als hypaethral, das 
heifst als einen olfenen, von Säulenhallcn eingefafsten Hof betrachtet und 
in welchem er dem Altar des Zeus l-Ierkeios, sowie dem, nach den Nach- 
richten der Alten im Erechtheion befindlichen heiligen Oelbaum ihren Platz 
Ei 
g. 
anweist. An die Westseite dieses Hofes schliefst sich ein bedeckter und 
mit Fenstern versehener schmaler Raum an, in welchem ziemlich allgemein 
das von den Alten erwähnte Hciligthum der Nymphe Pandrosos erkannt 
wird und in welchen zwei noch wohl erhaltene Eingänge führen. Der 
eine derselben befindet sich an der Südseite des Tempels und wird durch 
eine sehr schöne Vorhalle F gebildet, deren Decke statt der Säulen von 
sechs Statuen griechischer Jungfrauen (Karyatiden, vgl.  41) getragen 
wird und von welcher eine zum Thcil noch erhaltene Treppe in das
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.