Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-728036
Die Tracht. 
Schmucksachen. 
597 
unten in dem Abschnitt über den Triumph nach den Reliefdarstellungen 
der Triumphbögen gegebenen Abbildungen die den Zug erößnenden Horn- 
bläser, sowie die ihnen folgenden Krieger, welche Vietorien auf Stangen 
tragen (Fig. 523, 524), in solchen Pluderhosen, und ähnliche Beinkleider tra- 
gen die barbarischen Krieger, welche in eben dieser Reihe von Darstellungen 
mit gebundenen Händen dem Siegeswagen des Triumphator voraufgeführt 
werden (Fig. 529). Eng anliegende, trieotartige Beinkleider hingegen, ähnlich 
denen, in welchen die Amazonen dargestellt werden (vgl. F ig. 275), tragen 
die persischen Krieger auf der oben (S. 567 f.) beschriebenen, unter dem 
Namen der Alexandersehlacht bekannten pompejanischen Mosaik. 
97. Zahlreiche, in Pompeji sowohl, wie an anderen Orten, namentlich 
in Gräbern entdeckte Schmucksachen aus edlen Metallen und Elfenbein, 
von theiliveise nicht untergcordnetem künstlerischen Werth, bieten uns im 
Verein mit den schriftlichen Zeugnissen des Alterthums die Gelegenheit, 
über diese, hauptsächlich zur weiblichen Toilette gehörigen Anticaglien 
einige Bemerkungen hinzuzufügen. Haarnadeln, Ohrgehänge, Hals- und 
Armbänder, Gürtel und Agralfen bilden zusammen diejenigen Schmuck- 
sachen, Welche unter dem Begriff der ormwnenta muliebria zusammen- 
gefafst wurden, Allen diesen Gegenständen begegneten wir bereits bei der 
Erklärung des Frauenschmucks der Griechen (Q 47), und viele der an 
römischen Stätten aufgefundenen Schmucksachen tragen vollkommen das 
Gepräge griechischer Arbeit. Wir verweisen deshalb auch hier auf die 
unter Fig. 228 und Fig. 229 abgebildeten griechischen Gold- und Silber- 
arbeiten. 
Ueber die Haarnadeln (cmlnales) und ihren Gebrauch haben wir bereits 
auf S. 593 f. gesprochen und dort auch auf Fig. 475 eine Anzahl derselben 
abgebildet. Einfachere, etwa 7-8 Zoll lange und mit runden oder ab- 
gekanteten Knöpfen, oder auch mit einem Oehr zum Befestigen der Perlen- 
schnüre versehen", finden sich fast in allen Sammlungen vor. Ueber den 
Goldreif, welcher gleichzeitig zum Festhalten des Tutulus und zum Schmuck 
diente, haben wir gleichfalls auf S. 591 gehandelt, und wollen hier nur 
auf die elastischen goldenen, vorn offenen Spangen, welche in der unter 
Fig. 470 dargestellten Scene den Kopf der Braut umgeben, aufmerksam 
machen. 
Um den Nacken wurden Halsbänder (monilia) und bis auf den Busen 
herabreiehende Halsketten (catellae) (vgl. auf dem Wandgemälde Fig. 470 
die Mutter und Tochter) von Gold, mit Edelsteinen und Perlen besetzt, 
getragen. Ersterer Classe gehört ein durch seine kunstvolle Arbeit sich
        

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