Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-727486
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Gefäfse. 
Kochmaschine. 
dem geschlossenen Raume heifs, und konnten jedesfalls kleinere Gefafse 
mit Saucen auf der oberen Fläche der WVallumgänge warm gehalten 
werden. Gröfsere Schüsseln wurden aber wahrscheinlich in den mit 
Wasser gefüllten mittleren Einsatz gestellt, welchem die heifsen Seiten- 
wände ihreWärme mittheilten. Dafs aber dieser mittlere Einsatz als Kohlen- 
becken gedient haben soll, wie Overbeck (Pompeji S. 311) annimmt, ist 
wohl aus dem Grunde unwahrscheinlich, weil zur Erhaltung der Gluth der 
Einsatz hätte durchlöchert gewesen sein müssen. Auch würde der Kohlen- 
dampf auf den Geschmack der Speisen und Getränke wohl nicht eben 
vortheilhafteingewirktha- 
Fig'455' ben. Die an der Seite 
E,   sowohl bei diesem, als 
  bei dem unter Fig. 455 
 l dargestellten Gefäfs ange- 
  brachten Handhaben be- 
nl n weisen, dal's beide be- 
  a? sltimxlnt vgagen, auf dden 
f,  nimm? isc ge o en zuwenen. 
i m1 Bei weitem complicirter 
   i, freilich ist diese zweite 
 , 91,14. 1, l "zißggiilllläx; Maschine. Auf einem vier- 
    ' eckigen, von zierlichen 
  ß  f  f Füfsen getragenen Kasten 
_ I  ruht auf der einen Seite 
"   x ein hohes, tonnenartig 
 E434 gestaltetes Gefäfs, oben 
mit einem Deckel versehen, unterhalb dessen eine Maske vielleicht dazu 
bestimmt war, den überflüssigen heifsen Wasserdümpfen, welche im Innern 
dieses Gefäfses sich entwickelten, einen Ausweg zu gestatten. Dasselbe 
steht mit einem halbkreisförmigen, von doppeltenWänden gebildeten Wasser- 
kasten in Verbindung, an welchem auf halberHöhe eine ebenfalls zum 
Ablassen der Dämpfe bestimmte Maske angebracht ist. Drei Vogelgestalten 
auf dem oberen Rande desselben dienten dazu, einen Kessel zu tragen. 
Ob der offene Kasten etwa zur Aufnahme von Kohlen für die Erwärmung 
des Wassers bestimmt gewesen sei, müssen wir dahingestellt sein lassen, 
da wir im Ganzenlzu wenig mit derartigen gewifs höchst sinnreichen 
Arrangements der römischen Tafel vertraut sind. 
Im ä39 hatten wir bereits darauf aufmerksam gemacht, dafs es 
neben den Geräthen zum praktischen Gebrauch eine grofse Anzahl von
        

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