Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-727402
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Gefäfse. 
Küchengeräthe. 
gestellten Eimer zu beiden Seiten der Oesen hervorstehende" Zapfen ange- 
bracht sind, um zu verhindern, dafs nicht der zierliche Rand desselben 
durch das Niederschlagen des schweren Henkels beschädigt werde, wäh- 
rend die an dem anderen Eimer (Fig. 450a) angebrachten Doppelhenkel 
die Schwankungen des Gefiifses beim Tragen wesentlich verhindern sollten. 
Die Form unserer Casserolle zeigt Fig. 451 Zwei dieser ganz ähn- 
liche Bronzegefäfse, deren horizontaler Stiel in einen mit einem Schwanen- 
kopf verzierten Griff endigt, sind in neuerer Zeit in Norddeutschland 
gefunden worden, das eine bei Teplitz, das andere bei Hagenow in 
'Meklenburg, wohin sie unstreitig in uralter Zeit durch den Handel ge- 
kommen sind. Beide tragen auf der oberen Fläche ihrer Griffe den Stempel 
des Fabrikanten: TIBERIVS ROBILIVS SITALCES, jene in Böhmen 
gefundene Casserolle aber noch darunter den Namen: GAIVS ATILIVS 
IIANNO, welchen Mommsen (Gerhard, Archäologischer Anzeiger. 1858. 
No. 115-117) auf den Thonformer bezieht. Zum Schmelzen des für 
die Bereitung der Speisen in südlichen Gegenden so wichtigen Oels diente 
die flache Pfanne (sartag0, Fig. 451k), welche durch den auf ihrer län- 
geren Seite angebrachten Ausgufs als eine auch für unsere Küchen höchst 
empfehlungswerthe Form sich ausweisen möchte. An diese Pfanne schliefsen 
wir zwei Geräthe an (Fig. 451 2' und Z), ersteres viereckig, mit vier flachen 
Vertiefungen versehen und gestielt, vielleicht zur Bereitung der in unserer 
Küche unter dem Namen der Spiegeleier bekannten Eierspeise bestimmt, 
dieses eine mit einem zierlichen Rande und Stiel versehene Schaufel, 
Fig. 451. 
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möglicherweise als Kohlenschaufel oder zum Backen dünner Kuchen be- 
nutzt. Eine längliche Schüssel mit zwei Henkeln, ebenfalls wahrschein- 
lich intder Küche gebraucht, stellt Fig. 451g dar.  Löffel (cochlear, 
ligula) von verschiedener Form ünden wir unter Fig.4511n und n. Diesel- 
ben gehörten unstreitig zu den nothwendigen Küchengcräthen, wurden aber
        

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