Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-727398
Gefäfse. 
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533 
Neben diesen Thongefäfsen haben uns aber die Ausgrabungen in 
Pompeji, sowie an manchen anderen römischen Niederlassungen eine nicht 
unbedeutende Anzahl von Gebrauchsgefäfsen aus Bronze geliefert, welche 
ebenso durch ihre praktischen, als eleganten Formen unser Interesse im 
höchsten Grade zu erregen im Stande sind. Leider können wir aber die 
von den Schriftstellern überlieferten Namen nicht überall mit den noch 
vorhandenen Gefzifsformen in Einklang bringen, und so wollen wir, statt 
einer zu keinem Resultat führenden Aufzählung von Gefäfsnamen, lieber 
bei der Betrachtung einer Anzahl unter Fig. 450 und 451 abgebildeter 
Bronzegefäfse, welche siimmtlich aus Pompeji stammen, verweilen. Den 
Kessel lernen wir zunächst aus Fig. 4500 kennen. Halbeiförmig, mit einer 
verhältnifsmäfsig nur kleinen Oeffnung, an deren Rande der Henkel be- 
festigt ist, ruht derselbe auf einem Dreifufs (tripes). Aehnlieh gestaltete 
Kessel, deren die Oelfnung sehliefsende Deckel (testum, testu) mittelst 
kleiner Ketten am Halse des Gefafses befestigt wurden, sind mehrfach 
aufgefunden worden (Museo Borbon. Vol. V. Tav. 58). Ein kleiner an 
Ketten hängender bronzener Kessel oder Topf befindet sich auch in der 
Sammlung der römischen Bronzen im königl. Museum zu Berlin.  Der 
Topf (olla, cacabus), ganz dem bei uns gebräuchlichen ähnlich, hier 
aber ohne Henkel und mit einem Deckel versehen, dessen Griff in Form 
eines Delphins gebildet erscheint, ist durch Fig. 450d repräsentirt. Brei, 
Fleisch und Gemüse wurde in ihm gekocht. 
Fig. 450. 
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Von Eimern (Fig. 450a und b) sind uns eine nicht unbeträchtliclie 
Anzahl erhalten. Bald mehr, bald weniger bauchig und fast überall durch 
die zierliche Gürtung seiner Ränder, sowie durch die an den Oesen der 
Henkel angebrachten Palmettenverzierungen unterscheidet sich der römische 
Eimer wesentlich von den nüchternen Formen dieses Hausgeräthes bei uns. 
Wie bei allen Gefäfsen wufsten aber die Alten auch hier das Praktische mit 
dem Schönen zu verbinden, wie denn z. B. an dem unter Fig. 4506 dar-
        

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