Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-727373
Tische. 
Dreifüfse. 
Gefäfse. 
531 
bei dem Mahle nothwendigen Kessel und Becken, dienten nach dem Muster 
des griechischen zgircov; gebildete Dreifüfse (clelphica so. mcnsa), von denen 
Fig. 449. die Ausgrabungen .in Pompeji wiederum 
 eine Anzahl durch ihre eleganten Formen 
 sich auszeichnender Exemplare geliefert 
fläml"unämmnnuümääigägätElsjäiäfd haben. Dieselben ruhen, wie schon der 
  i, 1   Narne besagt, auf am gewöhnlich in 
    Thierklauen endenden F üfsen, welche 
 in   oberhalb entweder durch Schienen ver- 
  {i "am. bunden sind oder durch Blattwerk und 
g    giguren reich ornamentirt erscheinen. 
l '    in metall-enes, bald flaches, bald halb- 
 .4  k-  kugelfoi-mig gestaltetes Becken wird von 
     diesem Untersatz getragen. Als Beispiel 
 l Ä Cf  haben wir unter Fig. 449 die Abbildung 
ä i " eines auch durch Abgüsse in weiteren 
i? Kreisen vielfach verbreiteten Dreifufses 
 beigefügt. Freilich läfst sich bei diesen 
f-  Dreifiifsen, besonders wenn sie in den 
 Wohnzimmern aufgefundenwerden, nicht 
immer bestimmen, ob dieselben zu pro- 
fanen oder sacralen Zwecken benutzt worden sind. Bei dem oben abge- 
bildeten deuten allerdings die rings um den Aufsatz durch Guirlanden 
verbundenen Bukrauien auf seinen Gebrauch für sacrale Zwecke im Hause 
hlfhnwälirend andere Dreifüfse jegliches Bildwerkschinuckes entbehren. 
Gewohiilich aber trugen die für den gottesdienstlichen Gebrauch bestimm- 
ten Dreifiifse tiefe, kesselartig geformte Becken, deren mannigfache Formen 
eine Anzahl in etruskischen Gräbern gefundener Dreifüfse, sowie zahlreiche 
Darstellungen auf Münzen, Vasenbildern und anderen Bildwerken zur An- 
schauung bringen. 
90. Bei der Betrachtung der Gefäfse zur Aufbewahrung flüssiger 
und lifüßkener Gegenstände  38  sowie der aus ihren Formen her- 
geleiteten Gebrauchsweise, haben wir vorzugsweise jene grofse Masse be- 
malter Thongefäfse im Auge gehabt, welche; als aus Gräbern Griechenlands 
und Italiens stammend, durchaus als Productionen griechischer Töpferarbeit 
anzusehen sind. Vorzugsweise aber sprachen die aus dem griechischen und 
etruskischen Sagenkreise und Leben entnommenen bildlichen Darstellungen, 
mit denen diese Gefäfse geschmückt sind, für ihren griechischen Ursprung. 
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