Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-727305
Plaetoria, Pompeia und Valeria, iinden wir häufig die Sella curulis mit 
den Namen derjenigen Personen verbunden dargestellt, welche aus diesen 
Geschlechtern mit einem curulischen Amte betraut gewesen waren. F asces, 
Lituus, Kränze und Zweige umgeben hier häufig zur näheren Bestimmung 
des Amtes den Sessel. Zur Veranschaulichung der Sella cu- 
Fig' 445" rulis haben wir unter Fig. 445 die Reversseite eines Denars 
 der Gens Furia abgebildet, welche die lnschriften P. FOV- 
 RIVS und darunter CRASSIPES, auf der Aversseite aber 
 den mit der Mauerkrone geschmückten Kopf der Cybele mit 
 ÄIPE? der Beischrift AED. CVR. trägt. Die Kaiser beanspruchten 
 bekanntlich auch für sich die Ehre der Sella curulis. Aul 
einer solchen mit einem hohen Polster belegten Sella curulis oder richtiger 
sella inzperatoria ruhend ist die Marmorstatue des Kaisers Claudius in 
lder Villa Albani dargestellt (Clarac, Musee. pl. 93613). Das Museo Bor- 
bonico enthält mehrere kreuzweise gestellte, bronzene und als zierliche 
Thierhälse eformte Stuhlfüfse, von Wel- 
wse     chen wohl iiit ziemlicher Gewifsheit an- 
 enommen werden kann, dal's dieselben 
  iinst als Träger curulischer Sitze gedienl 
u" "i"  haben.  Noch eines anderen Ehrensitzes 
  haben wir hier zu gedenken, des biselliunz. 
{i  u? Dasselbe war ein sehr breiter, lehnlosei 
lä-  '53- Sessel, welcher, wie aus Inschriften her- 
vorgeht, an Magistratspersonen, welche sich um das Wohl ihrer Stadt 
verdient gemacht hatten, als Auszeichnung geschenkt wurde. In Pompej 
haben sich zwei solcher reich verzierter hronzener Bisellien vorgefunden 
von denen das eine unter Fig. 446 abgebildet ist. 
 88. Derselbe Comfort, dieselbe Eleganz, welche wir an den FOPXDEI 
der Sitze zu beobachten Gelegenheit fanden, spricht sich auch in den Ge- 
riithen zum Liegen, den lectis, aus. Mit ihren mannigfachen Formen, mi" 
ihrer Ausrüstung und den zum Besteigen des Lagers nothwendigen Fufs- 
bänken sind wir, wenigstens theilweise bereits, aus den auf griechischer 
Vasenbildern vorkommenden Darstellungen vertraut, so dal's wir nur nocl 
wenig zu dem in ä 32 Gesagten hier hinzuzufügen haben. Der Bettkasten 
entweder aus Holz, mit eingelegter Arbeit aus Elfenbein und Schildpat" 
verziert, oder aus edlem Metall verfertigt (lectti eborati, testuolinei, mar- 
dentati. inauratil. ruhte auf kunstreich geformten F üfsen. Nicht seltei
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.