Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-727194
Das Amphitheater. 
Amphitheater des Flavius 
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Was nun schliefslicih das flavische Amphitheater anbelangt, welches, 
unter dem Namen des Coliseo bekannt, noch heut in seinen Trümmern 
Staunen und Bewunderung erregt, so ist dasselbe von dem Kaiser Vespasian 
angelegt worden, und zwar auf einer Stelle, wo sich einst innerhalb des 
absichtlich zerstörten goldenen Hauses des Nero ein grofscr Teich (stagna 
Neronis) befunden hatte, und wo schon Augustus die Errichtung eines 
ähnlichen Gebäudes beabsichtigt haben soll. Im Mittelpunkte der Stadt 
belegen, war dieser erst von Vespasian's Nachfolger Titus vollendete und 
geweihte Bau recht eigentlich dazu bestimmt, der beliebteste Sammelplatz 
des römischen Volkes zu werden, für welches derselbe 87,000 Sitze (Zoca) 
enthalten haben soll. Die Anordnung des Grundrisses ist aus Fig. 440 
zu ersehen. Die Arena, unter der ebenfalls gemauerte Behälter entdeckt 
worden sind, zeigt die Form einer Ellipse, deren gröfserer Durchmesser 
264, der kleinere dagegen 156 Fufs beträgt. Das umschließende Ge- 
bäude hat überall eine gleichmäfsige Tiefe von 155 Fufs, was einen Ge- 
sammtdurchmesser von 574, resp. 466 Fufs für die äufsere Umfassungs- 
mauer ergiebt. Diese war durch 80 Arcaden unterbrochen, welche die 
Zugänge zu den zahlreichen, nach einem wohlgeordneten System sehr 
bequem angeordneten Gängen und Treppen im Innern gewährten. Die 
unterste Reihe dieser Arcaden (vonzitoria) ist mit dorischen Halbsäulen 
Fig. 441. 
verziert; darauf folgt ein zweites Stockwerk mit ionischen und ein drittes 
mit korinthischen Halbsäulen. Das vierte Stockwerk wird durch eine 
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