Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-727136
Das Theater. 
Theater 
des Herodes 
zu Athen. 
507 
mor mit mattgrünq gelb- und graugeaderten Cipollinoplatten von Karystos 
belegt. Nach der Art der griechischen Theater reichen die Sitzstufen der 
Fig. 431. 
XÄ WEIM, 
unteren Reihe nicht unmittelbar bis an die Bühne, sondern werden von 
ihr durch die Parodoi DD getrennt. Die Bühne, welche von der Brü- 
stung bis zur dreithürigen Skcnewand eine Tiefe von 24 Fufs hat, liegt 
4-2 Fufs über dem Boden der Orchestra, von welcher zwei Treppen auf sie 
hinaufführen. Durch die Thüre der Skenewand gelangt man in einen 
Raum I, welcher, wie aus den Resten erkennbar, ebensowie die mit EE 
und FF bezeichneten Räume überwölbt gewesen sind. Dies Theater 
wurde zwischen den Jahren 160 und 170 n. Chr. von dem durch seinen 
Reichthum und durch sein Rednertalent gleich berühmten Herodes Atticus 
aus Marathon errichtet, welchem Athen aufser diesem Bau auch die An- 
lage des panatheniiischen Stadium am Ilissus verdankte. Pausanias, bei 
dessen Besuch in Athen dies Theater "noch nicht errichtet war, nennt das- 
selbe an einer anderen Stelle ein Odeum und zählt es zu den prächtigsten 
von ganz Griechenland; Philostrates bezeichnet es als das Theater der 
Annia Regilla, der verstorbenen Gattin des Herodes, welcher zu Ehren 
dieser es errichtet hatte. Nach demselben Schriftsteller hatte es ein Dach 
aus Cedernholz, was bei den nicht unbedeutenden Dimensionen des Baues 
allerdingsals eine staunenswürdige Anlage betrachtet werden müfste. 
Vollständig erhalten ist das Bühnengebäude des oben erwähnten 
Theaters zu Orange, von welchem Fig. 438 eine perspectivische Ansicht
        

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