Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-727064
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Der Circus. 
Circus maximus zu Rom. 
auch der Carceres, angeordneten Sitzplätzen führten. In der Mitte der 
Bahn befindet sich eine Erhöhung (spina) mit den an ihren Enden auf- 
gestellten Zielen (metae), welche von den Wagen in einer bestimmten 
Zahl von Umläufen umkreist werden mufsten. In der Mitte der halbkreis- 
förmigen Ausbiegung, Welche den carceres gegenüberliegt, zeigt sich ein 
Durchgangsthor (porta traiumphalis), durch welches die Sieger, begleitet 
von dem Beifallsruf des Volkes, den Circus verliefsen. 
Alle diese Einrichtungen wiederholten sich, wenn schon in gröfserem 
Mafsstabe und mit gröfserer Pracht durchgeführt, bei den Circusbauten 
der Stadt Rom. Aus der nicht unbedeutenden Zahl derselben begnügen 
wir uns den circus onatvirmzes hervorzuheben. In der weiten Thalsenkung 
zwischen dem palatinischen und dem aventinischen Hügel belegen, diente 
dieser Circus (der später nach Errichtung anderer kleinerer Bauten der Art 
den oben angegebenen Beinamen w) des Gröfstene erhielt) schon zur Königs- 
zeit fiir die Aufführung der Spiele, indem seine Gründung auf Tarquinius 
Priscus zurückgeführt wird, der auch die Sitze nach den dreifsig Curien des 
römischen Volkes angeordnet haben soll. Schon zu Tarquinius Superbus' 
Zeiten scheint eine Erweiterung oder Veränderung in der Einrichtung der 
Sitzreihen stattgefunden zu haben und auch in der Folgezeit fanden un- 
unterbrochen Erweiterungen oder Verschönerungen des Circus statt, dessen 
Geschichte mit der des römischen Reiches selbst auf das engste verknüpft 
Fig. 433. 
 
erscheint und dexynachdem auch Constantin der Grofse oder sein Sohn Con- 
stantius das Ihrige zur Verschönerung desselben beigetragen hatten, gleich
        

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