Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-726913
der sehr wahrscheinlichen Annahme, dal's auch der mittlere Raum c über- 
deckt war, in ihren oberen Theilen Fenster gehabt haben mögen. Das 
Tribunal e ist einige Fufs über dem Fufsboden erhöht und zeigt einen 
Fig. 426. 
viereckigen Grundrifs; auf der vorderen Seite ist es durch eine Reihe 
kleinerer Säulen verziert. Aus zwei Gemächern führen Treppen zu diesem 
Sitze der Richter empor, wie auch eine Treppe in das unter demselben 
befindliche gewölbte Gemach führt, welches durch eine Oeifnung im Fufs- 
boden des Tribunals, sowie durch einige kleine Seitenölfnungen Luft erhält 
und vielleicht zur zeitweiligen Verwahrung etwaiger Gefangener gedient 
hat. Die Ueberreste deuten auf eine ursprünglich sehr reiche Decoration 
des ganzen Gebäudes, die WVände waren bemalt, der Fufsboden mit Marmor 
gepflastert; bei d ist ein Postament aufgefunden, welches, nach einigen 
Sculpturfragmenten zu urtheilen, eine sitzende Statue getragen zu haben 
scheint. Die Schiffe erhoben sich nach Mazois' Restauration fast bis zu 
gleicher Höhe und nur das mittlere war um ein Geringes erhöht; auch die 
Seitenschilfe waren ohne Obergeschofs. Die auf dem Plan mit h bezeichnete 
Treppe steht in keinem Zusammenhang mit dem Gebäude; sie fuhrt auf 
das Dach der Säulenhalle, welche die Umschliefsung des Forum bildete. 
Von den fünfschifligen Basiliken erwähnen wir zunächst die, welche 
Julius Cäsar unter dem Namen der Basiliea Julia zwischen dem Tempel 
der Dioskuren und dem des Saturn am Forum zu Rom für die Centum- 
viralgeriehte erbaute. Sie bildete nach den in neuester Zeit stattgehabten 
Ausgrabungen ein mächtiges von einem doppelten Porticus umgebenes Ge- 
bäude, welches durch vier Reihen starker Pfeiler aus Travertinquadern in 
fünf Schiffe getheilt wurde. Der Fufsboden war mit grauen, röthlicheu 
und gelben, gegenwärtig noch fast unversehrt erhaltenen Marmorplatten
        

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