Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-726841
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Die 
rieu. 
dürfte man im Ganzen nicht irre gehen, wenn man als die Grundform 
aller dieser Anlagen die eines geräumigen Saales annimmt. Zur Unter- 
stützung dieser Ansicht mochte der Umstand beitragen, dal's auch die 
Fig 42a Cella der "I'empel, in denen öfter 
 , rxjärTirr  dieSenatssitzungenabgehaltenwur- 
a   den, meist die Form eines solchen 
  '11- in a  langgestreckten Saales hatte. Von 
   besonderer Wichtigkeit aber sind 
   die Ueberreste des Concordientem- 
 ;  i" pels auf dem römischen Forum, den 
      .   
    wir schon einmal als Beleg fur die 
   {Ami "J Tempelarchitektur angeführt haben 
 l    
111i n und den wir hier als Sitzungssaal 
Wf,  o 
ü"  ili des Senates noch einmal erwähnen. 
g_eil Q1 Hier ist (vgl. den Grundrifs Fig.423) 
  J die Form eines Saales nicht zu ver- 
X kennen, und zwar ist dies um so 
j; M oymd jm um wichtiger, als bei der Erbauung die- 
ses Tempels, welcher als Denkmal 
der Versöhnung und Gleichberechtigung der Patricier und Plebejer in Be- 
zug auf die Besetzung des Consulates zu betrachten ist, nicht unwahr- 
scheinlicher Weise schon auf dessen Bestimmung als Sitzungslocal des 
Senates Rücksicht genommen wurde, wie derselbe denn auch ausdrücklich 
als senaculum bezeichnet wird. 
Ebenfalls einen Tempel hatten die Quästoren zu ihrem Amtslocal, 
und zwar den Tempel des Saturn, von dem noch jetzt acht Säulen auf 
hohem Unterbau am Forum erhalten sind und in welchem der Staats- 
schatz, sowie die darauf bezüglichen Urkunden aufbewahrt wurden, wäh- 
rend die Gesetztafeln und die Staatsacten (tabulae) oder das eigentliche 
Reichsarchiv in dem sogenannten Tabularium niedergelegt waren. Dieser 
in neuerer Zeit genauer untersuchte Bau ruhte auf gewaltigen 71 Meter 
langen Substructionen, welche den capitolinischen Hügel gegen das Forum 
zu befestigten und unmittelbar über dem eben genannten Tempel der 
Coneordia emporstiegen (vergl. Fig. 428 EFGH Sowohl diese Mauer, 
als auch eine darüber angelegte Reihe von Arcaden des Tahularium, ist 
noch gegenwärtig erhalten. Auf Fig. 423 ist dieselbe bei a dargestellt. Die 
Arcaden ruhen auf starken viereckigen Quaderpfeilern, welche nach dem 
Forum zu mit dorischen Halbsäulen verziert sind. Ucber ihnen erhebt 
sich der im seehszehnten Jahrhundert erbaute Palazzo del Scnatore, von
        

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