Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-726804
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Die Thermen. 
Thermen des Caracalla zu Rom. 
dieser Art in Rom betrachtet zu werden. Die Mauern, wie ein Theil der 
Wölbungen sind noch heut wohl erhalten; letztere sind aus Tullstein 
hergestellt, wozu indefs nicht der gewöhnliche, sondern der poröse und 
deshalb sehr leichte Bimsstein angewendet worden ist, so dafs die Ge- 
wölbe in einer staunenerregenden und von späteren Beriehterstattcrn ge- 
radezu als räthselhaft bezeichneten Kühnheit ausgeführt werden konnten. 
Dies galt namentlich von dem herrlichen Eintrittsraum A, einer Rotunde, 
die in ihrer Anordnung von acht Nischen dem Pantheon ähnlich war, dem 
sie auch an Ausdehnung fast gleichkommt, indem ihr Durchmesser 111 Fufs 
beträgt. Die Wölbung, welche diesen grofsen Raum überdeekte, war nicht 
wie beim Pantheon sphärisch, sondern auffallend flach, so dafs sie die 
Alten mit einer Sohle verglichen und die ganze Rotunde danach cklla 
solear-is benannten. Die Architekten und Mechaniker aus der Zeit Con- 
stantirfs glaubten diese Form der Wölbung nur durch die Anbringung 
von Metallstäben im Innern derselben erklären zu können, und auch diese 
Annahme schien ihnen bei der Weite der Spannung nicht genügend, wäh- 
rend Hirt die Schwierigkeit durch die Anwendung des oben erwähnten 
leichten Construetionsxuaterials genügend erklärt glaubt. Hatte man die cclla 
solearis durchschritten, so gelangte man in die Räume des Apodytcrium B, 
auf welche der I-Iauptsaal C, das Ephebeum folgt (vcrgl. das Gymnasion 
zu Ephesos, Fig. 153 C), welcher von den römischen Schriftstellern auch 
xystus genannt wird. Acht kolossale Granitsäulen, deren eine jetzt auf
        

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