Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-726756
Die Thermen. 
111011 V1 
T1101 
m Pomp: 
469 
raum mit Treppen getrennte Badesaal für die Männer  Der daran 
stofsende Raum (6) wird als Unterhaltungssaal betrachtet; an ihn schliefst 
sich der für das gemeinsame kalte Badebassin (natatio) der Männer be- 
stimmte Raum (7) an, Welcher von einem Säulenumgange umgeben ist. 
In diesen Peristyl mündet ein kleinerer schmaler Saal  in welchem ein 
Mosaikfufsboden entdeckt worden ist, und ein bedeckter Gang (crypta, 1D). 
Dieser ist durch eine Strafse (11) begrenzt, wie auch auf der entgegen- 
gesetzten Seite eine Strafse, an der Vorderseite dagegen ein freier Platz 
gelegen zu haben scheint.   
Eine etwas gröfsere Mannigfaltigkeit bieten die auch ihrer räumlichen 
Ausdehnung nach bedeutenderen Thermen von Pompeji dar, deren Grund- 
rifs unter Fig. 419 dargestellt ist. Dieselben sind, ähnlich wie wir es 
schon bei dem Hause des Pansa (Fig. 385) gesehen, von einer nicht un- 
bedeutenden Zahl kleiner Läden und Miethswohnungen umgeben, die aber 
mit den Räumen für die Besucher des Bades in gar keiner Verbindung 
stehen, und bilden mit diesen einen Häusercomplex in Form eines unregel- 
mäfsigen Vierecks, welches auf allen Seiten von Strafsen begrenzt wird. 
Auch hier finden wir die Bäder für die Frauen von denen für die Männer 
getrennt und mit besonderen Eingängen versehen. Erstere umfassen die 
Räume KLllINOP, und befindet sich ihr Eingang bei O. Letztere 
umfassen die Räume BDEGITI; vier Eingänge führen auf drei ver- 
schiedenen Seiten von der Strafse aus in dieselben (AAA). Die Anlagen 
für die Heizung (F) sind beiden Theilen des Bades gemeinsam und liegen 
deshalb auch zwischen denselben. Alle übrigen Räume, sowohl die auf 
dem Grundrifs mit Q bezeichneten, als auch die ohne alle Bezeichnung 
gelassenen, sind als Läden, zum Theil mit dazu gehörigen Privatwohnungen, 
vermiethet gewesen und haben, da sie in keinem inneren Zusammenhange 
mit den Badeanlagen stehen, bei der Beschreibung dieser letzteren keine 
Berücksichtigung zu finden. YVas nun zunächst das Frauenbad anbelangt, 
so haben wir schon oben die in einem Vorsprung der Mauer befindliche 
Thür O als den Eingang in dasselbe bezeichnet. Links von diesem Ein- 
gange liegt ein schmales Vorzimmer, welches, mit Bänken versehen, wahr- 
scheinlich als eine. Art WVartesaal gedient hat. Der gröfsere Raum L wird 
als das Apodyterium betrachtet und ist ebenfalls mit steinernen Bänken 
versehen; in dem kleinen alkovenartigen Theil desselben, welcher nach 
dem Eingange zu belegen ist, erkennt man das Frigidarium mit der dazu 
gehörigen Piseina, zu welcher letzteren die auf dem Plan angegebenen 
Stufen hinabführten. Aus dem Apodyterium gelangt man in das mit III 
bezeichnete Tepidarium, unter dessen Fufsboden, sowie unter dem des
        

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