Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-726707
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Ehrendenkmäler. 
Triumphbügen. 
Constantin. 
Bogen des 
Die Thermen. 
die Medaillons, welche des Kaisers Privatleben v in einfachen und anmuth- 
reichen Compositionens schildern, bemerkt Braun Folgendes: v Sie beginnen 
mit dem Auszug zur Jagd. Das zweite stellt ein dem Sylvan gebrachtes 
Opfer dar, dem der Waidmann sich als dem Beschützer der Waldungen 
zuwendet. Das dritte zeigt uns den Kaiser zu Rofs auf einer Bärenhatze 
und das vierte stellt ein Dankopfer dar, welches der Göttin der Jagden 
gebracht wird. In der Fortsetzung auf der dem Colosseum zugewendeten 
Seite erblicken wir eine Schweinshatze, ein Apolloopfer, die Beschauung 
eines erlegten Löwen und zum Schlufs eine riithselhafte Orakelscene, die 
vielleicht auf die wunderbare Errettung Trajan's aus dem Erdbeben von 
Antiochien Bezug hat." Der oben erwähnte Fries, welcher auch durch 
den Hauptdurchgang hindurchgefiihrt ist, enthält die Darstellung einer 
Schlacht, auf der man sowohl die Niederlage und Verfolgung des Feindes, 
als auch die Krönung des Kaisers durch die Siegesgöttin erkennen kann. 
Er ist dem Kaiser Constantin, als v dem Begründer der Ruheß und vdem 
Befreier der Stadt" zugeeignet, welche Inschriften die Darstellungen mit 
der Niederwerfung des Maxentius und der daraus hervorgehenden Occu- 
pation der Stadt Rom in Beziehung setzen. Nur diese letzteren Darstel- 
lungen, sowie die sitzenden Gestalten der Vietorien und die stehenden an 
den Säulenpiedestalen rühren aus der Zeit des Kaisers Constantin her und 
bekunden durch ihre rohe Ausführung und ungesehickte Composition den 
tiefen Verfall der römischen Kunst, während die aus der trajanischcn Zeit 
herrührenden Reliefs, mit Inbegrilf der Figuren gefangener Barbaren über 
den Säulen, sowohl durch eine hohe technische Vollendung, als durch 
gerundete und ansprechende Composition ausgezeichnet sind. Einige der- 
selben werden weiter unten in den  107-9 mitgetheilt und besprochen 
werden. 
80. WVir haben unter den griechischen Bauten das Gymnasium als 
eine mit dem Leben des Volkes selbst auf das engste verwachsene Anlage 
kennen gelernt (vgl. oben  25). Von einfachen Anfängen, die zunächst 
nur die persönlichen Bedürfnisse einzelner Personen zu befriedigen hatten, 
gingen dieselben aus; bei der grofsen Wichtigkeit aber, welche die künst- 
lerisch geleiteten und auf künstlerische Durchbildung des Körpers abzie- 
lcnden Leibesübungen für das Leben der Griechen erlangten, erweiterten 
sich die dafür bestimmten Anlagen allmälig durch Vergrößerung sowohl, 
als durch Vermannigfaltigung der Räume; die Einrichtung von Bädern trat 
hinzu, und endlich ward auch auf die Anlage solcher Localitäten Bedacht 
genommen, die nicht blos zur Benutzung der Uebenden selbst dienten,
        

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