Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-726619
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Mitglieder dieser Familie als mit verschiedenen Aemtern bekleidet erwähnt 
werden.  Ganz ähnlich gestaltete römische Grabdenkmiiler fand Heinrich 
Barth auf seiner Reise im Süden des tripolitanischen Gebietes, der Syr- 
tica Tripolitana der Römer, im Wadi Tagidje und in der Nähe des Brun- 
nens von Taboriehl. 
Wenden wir uns zu den Ehrendenkmälern im eigentlichen Sinne des 
Wortes, das heifst zu solchen Monumenten, die, ohne mit dem Grabe in 
irgend einer Beziehung zu stehen, zu Ehren einer bestimmten Person oder 
zur Feier irgend eines bestimmten Ereignisses errichtet sind, so ist zunächst 
zu bemerken, dal's in diesem Sinne jedes Gebäude, sei es Tempel, Halle 
oder Theater, jede bauliche Anlage, wie Säule, Pfeiler, Pforte, wenn sie 
zum Andenken an Personen oder zur Feier ihrer Thaten errichtet werden, 
auch zu den Ehrendenkmiilern gerechnet werden mufs. Dem Cäsar und 
mehreren Kaisern sind Tempel errichtet worden; kleine capellenartige 
Bauten zu Ehren einzelner Personen kommen unter anderen in" Pal- 
myra vor; Hallen und Säulengänge sind in Rom, wie schon bei den 
Griechen, dazu bestimmt gewesen, das Gediichtnifs verdienter Männer oder 
grofser Thaten auf die Nachwelt zu bringen; und in Rom mufste selbst 
ein Theater dazu dienen, die Ehre eines Lieblings des Kaisers Augustus 
zu verkünden. Diese und ähnliche Anlagen ausführlicher zu schildern, 
kann an diesem Orte nicht die Absicht sein. Sie haben unter den be- 
stimmten Kategorien, dcnen sie ihrer baulichen Natur nach angehören, 
entweder schon ihre Erwähnung gefunden, oder es wird ihrer später an 
verschiedenen Orten noch gedacht werden. Hier mögen nur zwei Formen 
des Ehrendenkmals im engeren Sinne hervorgehoben werden, die von den 
Römern entweder erfunden oder doch mit besonderer Vorliebe zur Anwen- 
dung gebracht worden sind. Der letzteren Classe gehören die Ehrensiiulen, 
der ersteren die sogenannten Triumphbögen an. Die Säulen gehörten schon 
bei den Griechen zu den beliebteren und mehrfach angewendeten Formen 
des Denkmals, sei es, dal's sie die Statue der zu ehrenden Person (wie 
wir dies z. B. von dem Redner lsokrates wissen), sei es, dafs sie irgend 
einen anderen, auf diese Person oder ihre Leistung bezüglichen Gegenstand 
zu tragen hatten, wie eine demselben Isokrates zu Ehren errichtete Säule 
das Bild einer Sirene, als Symbol der Redekunst, trug, oder wie andere, 
zum Theil noch erhaltene Säulen als Träger von Dreifülsen dienten, welche 
den Siegern in musischen oder anderen Agonen als Zeichen ihres Sieges 
1 H. Barth, Reisen und Entdeckungen in Nord- und Cenlrall 
132, und dieselbe Reise im Auszuge bearbeitet, S. 53 und 56. 
Afrika, 
S. 125 und
        

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