Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-726531
Der 
Gräberbau. 
Grab des Bibulus. 
Grab zu Palmy1 
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der aufsen aber durch einen Stein verdeckt war. Säulen und Statuen 
dienten ursprünglich zur Verzierung des Aeufseren. Verschiedene, noch 
jetzt erhaltene Inschriften geben von dem Verstorbenen Kunde; es war 
C. Cestius, unter dessen WVürden die Prätur und das Volkstribunat gngß- 
führt werden; ihm ward "das Denkmal von einigen seiner Erben errichtet, 
zu denen unter Anderen auch M. Agrippa gehörte, und ist dasselbe, einer 
Bestimmung des Testaments zufolge, in 330 Tagen vollendet worden. 
 Zeigten die bisher betrachteten Gräber Formen, die mehr oder weniger 
ausschließlich für diesen einen Zweck ersonnen waren, so giebt es auch 
eine nicht geringe Anzahl solcher Denkmäler, deren Anlage sich den Formen 
FigAOT des Tempelbaues näherte. Von diesen möge 
das unter Fig. 407 im Aufrifs dargestellte 
Grab hier angeführt werden, welches an der 
T" nördlichen Ecke des Capitols aufgefunden 
  i 2' worden ist. Dasselbe ist aus Quadersteinen 
H ä H i E errichtet; an dem einfachen Unterbau befin- 
I l H g det sich die Inschrift, wonach es dem Aedilen 
a1.  iliii g Cajus Poblicius Bibulus wegen seiner beson- 
deren Verdienste vom Senat und Volk ge- 
ät.  widmet war. Der Oberbau zeigt auf der von 
uns dargestellten Seite dorisehe oder t0sca- 
nische Pilaster, zwischen denen sich eine Thür befindet, und welche ein 
Gebälk mit einer darüber angeordneten Art Balustrade tragen. Der Fries 
des Gebälkes ist, ähnlich wie beim Denkmal der Caecilia Metella, mit 
Stierschädeln undBlumengehängen geziert. Noch 
 Fig" 408 deutlicher zeigt die Aehnlichkeit init einem Tem- 
 pel ein unter den Gebäuden von Palmyra auf- 
tl; Egill-Es-rlt gefundenes Grab, welches, wie der Grundrifs 
III QII Big. 408 (Mafsstab : 40 Fufs) zeigt, geradezu 
:il   als ein Prostylos hexastylos bezeichnet werden 
  konnte. Der Körper desselben ist durch ein 
3b E11 fast regelmäfsiges Quadrat gebildet, vor welchem 
III II-     
-ll 31 sich eine Vorhalle von sechs freistehenden Sau- 
 J len befindet. Die Einrichtung des Innern deu- 
, f, „ r _ H tet darauf hin, dafs das Gebäude zu einem 
Familiengrabe bestimmt war, indem sich an 
s n z" a" i" drei Wänden desselben eine Reihe schmaler 
Cellen oder Grabkammern befindet, während fast in der Mitte des Raumes 
ein Bau von vier freistehenden Säulen (Tetrastylos) wahrscheinlich zur
        

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