Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-726443
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Dio 
zu Pompeji 
Villa des Diomedes 
darstellt. Es ist dies die sogenannte villa suburbana des M. Arrius Dio- 
medes, unweit der Stadt an der Gräberstrafse belegen, welche das Grund- 
stück in einer schrägen Linie auf der Vorderseite begrenzt. Da an dieser 
Stelle das Terrain von der Strafse aus sich abwärts neigt, mufste das 
Haus dieser Senkung folgen, und so liegen die vorderen Theile desselben 
(auf dem Plane mit schwarzen Linien bezeichnet) höher als die hinteren, 
welche durch Schraffirung eine hellere Färbung auf dem Grundrifs zeigen 
und über denen die ersteren terrassenförmig sich erheben. Bei dem Ein- 
gang ist zunächst eine rampenartige Erhöhung des Fufsivegesder Gräber- 
strafse zu erwähnen, von Welcher dann noch sieben Stufen zu der Thür 
emporführen. Durch diese (1) tritt man in ein Peristyl  ganz ent- 
sprechend den Vorschriften Vitruv's über den Bau städtischer Villen, die 
er vpseudourbanaeu nennt und in denen, entgegengesetzt den städtischen 
Wohnhäusern, auf die Eingangsthür sogleich die Peristylia folgen sollen 
(VI, 8). Von dem Säulengange umschlossen beiindet sich hier eine Art 
Teich (piscina), dessen Wasser mit zwei Brunnenöffnungen (puteal) 
zwischen den Säulen zusammenhängt; letztere sind vierzehn an der Zahl 
von zierlicher doriseher Ordnung und bis auf das untere Drittel des 
Schaftes canellirt, während dies letztere mit Stuck bekleidet und roth 
gefärbt erscheint. An das Peristyl schliefst sich der Eingangsseite gegen- 
über ein Tablinum (3) an, während auf den anderen Seiten kleinere Ge- 
mächer von verschiedener Bestimmung angebracht sind. Pas Tablinum
        

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