Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-726406
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Der 
imische Palastbau. 
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Das Schh 
Salona. 
atiau zu 
dal's es jedoch jemals 
derherzustellenf 
gelingen dürfte, 
dieselben 
in ihrer Gesammtheit wie- 
und 
Dagegen ist uns in einem Bauwerk der späteren Zeit 
in den meisten Theilen noch wohl erkennbares Denkmal 
ein schönes 
der Palast- 
Architektur erhalten. 
Diocletian nicht weit 
Es ist dies das Schlofs, welches sich der Kaiser 
von seiner Vaterstadt Salona an der dalmatischen 
Küste erbaut hatte und in welchem er die letzten Jahre seines Lebens 
nach seiner Abdankung zubrachte. Die Erwähnungen dieses umfangreichen 
und vortrefflich angelegten Baues sind äufserst selten; wenn derselbe an- 
geführt wird, so geschieht dies unter dem einfachen Namen einer Villa. 
Wir haben schon oben  70) erwähnt, dal's die passendste Bezeichnung 
die eines in Art eines Lagers befestigten Schlosses sein würde. Denn in 
der That ist der ganze Palast oder vielmehr der Complex der dazu ge- 
hörigen Gebäude, zwischen deren Ruinen sich heutzutage ein grofser Theil 
der Stadt Spalatro befindet, bei einer Breite von ungefähr 500 und bei 
einer Länge von etwa 600 Fufs, auf drei Seiten mit einer festen Mauer 
umgeben, die ihrerseits wieder durch theils viereckige, theils achteckige 
Thürme geschützt wird (vgl. o. ä 69). Zwischen dem mittleren Thurm- 
paar einer jeden dieser Seiten befindet sich ein Thor (vgl. o. Fig. 354); 
die beiden in den längeren Seiten belegenen Thore sind durch eine Strafse 
mit einander verbunden, wie wir dies auch an dem Castell zu Homburg 
(vgl. Fig. 353) nachgewiesen haben. Von dem an der dritten schmaleren 
Seite befindlichen Thore geht eine Strafse aus, welche die eben erwähnte 
in der Mitte kreuzt, ohne indefs bis zur entgegengesetzten Seite des 
Schlosses fortgeführt zu sein; sie mündet vielmehr, nachdem sie zwischen 
zwei Tempeln hindurchgegangen, in einen Bau, welcher als Vestibul oder 
Eingangshalle zu der eigentlichen Kaiserwohnung zu betrachten ist. Diese 
letztere scheint die ganze vierte, dem Meere zugewendete Seite einge- 
nommen zu haben, weshalb denn auch dort statt der festen Mauer ein 
offener Gang mit Arcaden angeordnet ist, in welchen die zahlreichen und 
zu den verschiedensten Zwecken des kaiserlichen Wohnhauses dienenden 
Räume münden, und von dem aus man sich einer herrlichen Aussicht auf 
den schönen Golf, wie auf die umliegenden Ebenen und Hügel zu er- 
freuen hat. Werfen wir noch einen Blick auf die übrigen Theile der 
grofsartigen Anlage zurück, so ergiebt sich (vgl. den Grundrifs F ig. 391), 
dal's der nicht von der Wohnung eingenommene Raum durch die erwähnten 
des 
1 Vgl. über die Ueberresle 
neronischen Bronzekolosses: 
der neronischen Aurea Domus, sowie über das Piedeslal 
Reber, die Ruinen Roms. S. 475 5'. und 405 ff.
        

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