Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-726202
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Römische Aquaeducte. 
Aquaeduct über die Fiora. 
dieselben von Mauern tragen zu lassen, wie dies unter Fig. 376 dar- 
gestellt ist. Solche Canäle pflegten übrigens aus Hausteinen oder aus 
Ziegeln gebaut zu sein und waren im ersten Falle, wie unsere Darstellung 
Fig._376_ zeigt, mit horizontalen Platten überdeckt, im andern 
 überwölbt; in beiden Fällen aber waren ihre inneren 
   Wände mit einem wasserdichten Bewurf bekleidet, der 
 ilyh  aus Kalk und kleingeschlagenen Ziegelfragmenten statt 
  des sonst gewöhnlichen Sandes bestand, und der selbst 
 i   Älfllli Eei solchen Canälen angewendet wurde, die durch Fels- 
"  mllmxmm oden getrieben waren. 
Da indefs eine ununterbrochen das Land durchschneidende Mauer 
den Verkehr auf empfindliche Weise gehemmt haben würde, so wurde 
man auch hier wieder durch das Bedürfnifs selbst auf die Anwendung des 
Bogens geführt, auf welcher fast alle wesentlichen Fortschritte der römi- 
schen Baukunst beruhten. Mit Hülfe des Bogens und der Wölbung konnte 
die Mauer in eine Reihe von Pfeilern aufgelöst werden, deren Abstände 
grofs genug waren, um, ohne der Festigkeit Eintrag zu thun, dem Ver- 
kehr freien Spielraum zu lassen, oder wo es nöthig war, selbst breiteren 
    Fig. 377. Strömen den Durchflufs zu ge- 
  dmiiiämrft:f;_--" statten. Als Beleg dafür führen 
 H: wir hier noch einmal die Ueber- 
d:   i) wölbung des Fiorathales beiVolci 
Ei; " i.  saß, w"   - 
3x  gi- 1   an'(Fig. 377), die auf ihren 
 f i   theils schmaleren, theils breite- 
  ist "ipaxxge- "Airxääg.  -k    
 ren Bogenolfnungen aufser einer 
 Strafse zugleich auch eine Was- 
 serleitung über den Flufs führt. 
Nicht minder verdient auch das schon oben (Fig. 355) dargestellte 
Denkmal der porta maggiore zu Rom hier wieder der Erwähnung, indem 
dasselbe zugleich einen Theil zweier der berühmtesten Wasserleitungen 
Roms ausmachte. Wir haben bereits oben S. 403 erwähnt, in welcher 
Weise über den Bögen des Thores das Wasser der agua Claudia und 
der Amlo nova in zwei gesonderten Canälen zur Stadt geleitet wurde. 
Beide Leitungen waren im Jahre 38 n. Chr. von Caligula begonnen und 
14 Jahre später durch Claudius zur Vollendung gebracht. Die erste der- 
selben, an Güte der durch ihr Wasser berühmten aqua Jllarcia ver- 
gleichbar, begann in der Nähe des 35. Meilensteines der Via Sublacenszs 
im Sabiner Gebirge und war aus zwei sehr reichhaltigen Quellen geschöpft, 
aufser denen sie noch einen Theil der aqua Marcia aufnahm. Durch die
        

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