Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-722291
Was nun zunächst die Art der Errichtung anbelangt, so hat man 
sich dieselbe so zu denken, dal's um die Cella die Säulen in gleichmäßigen 
Abständen so aufgestellt werden, dal's man, wo nicht besondere Einrich- 
tungen, wie etwa die Aufstellung von Statuen oder die Aufführung tren- 
nender Quermaixern etc., dies verhindern, rings um dieselbe umhergehen 
kann. Für den Abstand der Säulen von der Cellenwand giebt es keine 
feste Regel, jedoch kann man im Allgemeinen bemerken, dafs derselbe 
auf den Langseiten gewöhnlich ebenso grofs, als der Abstand der Säulen 
von einander, dagegen an der vorderen und hinteren, das heifst an den 
beiden schmaleren Seiten bei weitem gröfser ist. Auf den Säulen ruhte 
das Gebälk (vergl. Fig. 13 und Fig. 18), wie bei dem Prostylos und 
Amphiprostylos; es umgab in ununterbrochener Linie das Cellenhaus, 
dessen WVände zu gleicher Höhe emporgeführt und dann mit dem Gebälk 
durch steinerne Querbalken in Verbindung gesetzt wurden. Steinplatten, 
die ihrerseits wieder durch sogenannte Cassetten, viereckige Vertiefungen 
(lacunaria), verziert waren, wurden auf diese Querbalken gelegt und bil- 
deten die sogenannte Lacunariendecke. So gewann der Säulenumgang eine 
schützende Decke, und es wurde durch den Zusammenschlufs der Säulen 
mit dem Cellenhause die organische Einheit des Tempels hergestellt. Der 
Querdurchschnitt eines solchen Tempels, wie er unter Fig. 20 dargestellt
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.