Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben der Griechen und Römer
Person:
Guhl, Ernst Koner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-721757
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-726105
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Römischer Brückenbau. 
Pons Fabricius und Pons Aelius zu Rom. 
Landbogen "gesellen. Wir werden dieses Bauwerkes noch einmal zu er- 
wähnen haben, weil dasselbe aufser der Strafse zugleich noch eine Wasser- 
leitung über den Flufs führt, von welcher Denkmälergattung wir weiter 
unten ä 74 handeln werden. 
Zwei Hauptbögen zeigt die unter Fig. 366 dargestellte Brücke, welche 
unter dem Namen ponte de' quattro capi (wegen der beiden an dem 
Geländer oberhalb der Brückenköpfe angebrachten Hermensiiulen des James 
quadrgfrons so genannt) noch jetzt zu Rom erhalten ist; den auf ihr 
befindlichen Inschriften zu Folge, wurde sie im Jahre 62 v. Chr. von 
L. Fabricius, welcher damals curator viarum war, errichtet und ihre Halt- 
barkeit durch die Consuln Q. Lepidus und M. Lollius im Jahre 21 v. Chr. 
untersucht und bestätigt. Sie dient zur Verbindung der Stadt mit der 
Tiberinsel und besteht aus zwei Bögen, die von einem in der Mitte des 
Flusses befindlichen, auf starken Fundamenten errichteten Pfeiler nach den 
beiderseitigen Ufern sich in schön geschwungenen Linien wölben. Oberhalb 
der Basis des Pfeilers, dessen dem Strome zugekehrte Seite zugespitzt 
erscheint, ist der Körper des Mauerwerkes zwischen den beiden Bögen 
durch einen dritten schmaleren Bogen durchbrochen, welcher, ohne der 
Festigkeit des Baues Abbruch zu thun, demselben den Charakter einer 
gröfseren Leichtigkeit verleiht. Auch schlielsen sich der Brücke zwei seit- 
liche kleinere Bögen an, die indefs nur der gröfseren Festigkeit wegen 
angeordnet und mit Erde ausgefüllt sind. 
Fig. 366. 
Zu den vollendetsten Erzeugnissen des römischen Brückenbaues ge- 
hört endlich der grofsartige Pans Aelius, welchen der Kaiser Hadrian 
über den Tiber führte, um den Zugang zu seinem, von ihm auf dem 
rechten _Ufel' des Flusses errichteten Grabmal zu ermöglichen. Das letz- 
tere wird weiter unten (ä 78) eine ausführlichere Besprechung finden. 
Was dagegen die Brücke anbelangt, so überschritt dieselbe das eigentliche 
Flufsbett mit drei im Halbkreis gewölbten Bögen, denen sich rechts und
        

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